DIHK schlägt Alarm: Deutsche Unternehmen investieren zunehmend im Ausland

Laut einer neuen Umfrage schlägt der DIHK Alarm: Noch nie zuvor haben so viele Unternehmen aus Kostengründen ihre Produktion ins Ausland verlagert, obwohl Ökonomen Deutschland gute Bedingungen bescheinigt haben (Handelsblatt: 13.04.23).


Deutschland verliert Attraktivität für Unternehmen: DIHK-Umfrage zeigt steigende Auslandsinvestitionen zur Kostenersparnis

In den letzten Wochen und Monaten wurde immer wieder über den Verlust der industriellen Substanz Deutschlands berichtet. Bereits im Februar warnte der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Peter Adrian, davor, dass anhaltend hohe Energiepreise zu einem Nachteil für den Standort Deutschland werden könnten.

Deutschland verliert Attraktivität für Unternehmen: DIHK-Umfrage zeigt steigende Auslandsinvestitionen zur Kostenersparnis
Deutschland verliert Attraktivität für Unternehmen: DIHK-Umfrage zeigt steigende Auslandsinvestitionen zur Kostenersparnis

Wie eine aktuelle Umfrage des DIHK zeigt, könnte Peter Adrian recht behalten: Deutschland verliert für viele Unternehmen an Attraktivität, wie das Handelsblatt berichtete. Immer mehr Kapital fließt ins Ausland, da die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hierzulande für Unternehmen wenig vorteilhaft sind.

Deutschland als Investitionsstandort unattraktiv

Laut der Umfrage zielen fast ein Drittel (32 Prozent) der Auslandsinvestitionen darauf ab, Kosten zu sparen – der höchste Wert seit 15 Jahren. Vor zehn Jahren betrug dieser Anteil lediglich 20 Prozent.

Es gibt mehrere Gründe dafür, dass Unternehmen weniger in Deutschland investieren. Einerseits sind die Zinsen für Unternehmenskredite gestiegen, was die wirtschaftliche Dynamik gedämpft hat. Seit Mitte 2022 haben sie um über zwei Prozentpunkte zugelegt.


DIHK Umfrage zeigt Nachteile bei Subventionen, Energiepreisen und Bürokratiekosten

Es könnte jedoch bedeutsamer sein, dass Länder wie die USA oder China Unternehmen mit großzügigen Subventionen anlocken. Zudem sind die Energiepreise in Deutschland im internationalen Vergleich hoch, ebenso wie die Bürokratiekosten und die Steuerbelastung, die als Nachteile für den Standort Deutschland genannt werden.

Für den Hauptgeschäftsführer des DIHK, Martin Wansleben, sind die Ergebnisse der Umfrage ein Warnsignal. Laut Handelsblatt schrieb er in einem Brief an die Chefs der regionalen Industrie- und Handelskammern (IHK): „Das ist geradezu ein Weckruf für bessere Standortbedingungen“.

Allerdings stellt sich die Frage, ob hinter diesem Plädoyer mehr steckt als das Werben für höhere Subventionen und geringere Steuern. Das ifo-Institut gibt Anlass zum Zweifeln, zumindest in Bezug auf die Gründe für die höheren Auslandsinvestitionen.

Neue Kredite für deutsche Unternehmen: Banken laut ifo-Institut weniger zurückhaltend

Gemäß einer Mitteilung des ifo-Instituts vom Ende März ist es für deutsche Unternehmen einfacher geworden, neue Kredite zu erhalten. Nur 22,7 Prozent der Unternehmen, die derzeit Kredite beantragen, berichteten von Zurückhaltung seitens der Banken. Im Dezember waren es noch 30 Prozent.

Für Industrie und Dienstleister sei es demnach einfacher, an Kredite zu kommen. Im Groß- und Einzelhandel sowie im Baugewerbe sei die Situation nahezu unverändert. Vor allem für Kleinstunternehmen und Selbständige ist die Lage komplizierter. Knapp 40 Prozent der Unternehmen erklärten demnach, dass es schwierig sei, an Kredite zu kommen. In der Veranstaltungsbranche sollen es demnach sogar 50 Prozent sein.


Die gestiegenen Zinsen sehen viele Ökonomen ebenfalls nicht als das große Problem an, wie aus dem neuen Ifo-Ökonomenpanel hervorgeht. Befragt wurden dafür 132 Wirtschaftsprofessoren und zwei Drittel von ihnen sprachen sich für weitere Zinserhöhungen aus. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigte sich sogar sehr optimistisch ob der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. „Die deutsche Wirtschaft hat sich im Winter trotz Energiekrise und hoher Inflation gut geschlagen und dürfte nach der kurzen Schwächephase ab dem Frühjahr wieder zulegen“, erklärte Geraldine Dany-Knedlik, Co-Leiterin des DIW-Konjunkturteams.

Die gestiegenen Zinsen dürften dafür sorgen, dass einige Investitionsvorhaben zurückgestellt werden, erkennt auch das DIW an. Dass ein rascher Aufschwung unwahrscheinlich ist, hat nach Meinung der DIW-Forscher auch damit zu tun, dass sich die Weltwirtschaft in einem Wachstumstief befindet. Deshalb sei auch nicht mit einem kräftigen Plus bei der Auslandsnachfrage zu rechnen.

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