Deutsche Verkehrsinfrastruktur verrottet schneller, als Sanierungen vorankommen

Deutschlands Verkehrsinfrastruktur befinden sich in einem kritischen Zustand. Über 7.112 Kilometer Autobahn benötigen dringende Sanierungsmaßnahmen, wie jüngste Untersuchungen zeigen. Die Situation hat sich seit der letzten Überprüfung von 2017/18, als 5.797 Kilometer als bedürftig galten, erheblich verschlechtert. Die Geschwindigkeit der Sanierungsarbeiten hält mit dem Tempo des Verfalls nicht Schritt. Diese alarmierenden Zahlen hat eine parlamentarische Anfrage der BSW-Parteichefin Sahra Wagenknecht ans Licht gebracht (rnd: 05.05.24).


Alarmierender Verfall der Verkehrsinfrastruktur: Tausende Kilometer Bahnstrecken und Brücken dringend sanierungsbedürftig

Auch im Schienennetz zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Trotz laufender Instandhaltung müssen zunehmend mehr Bahnbrücken komplett ersetzt werden. Von 2021 bis 2023 stieg die Zahl der betroffenen Brücken von 1.089 auf 1.160. Ebenso wuchs die Länge der Bahnstrecken, die einer dringenden Sanierung bedürfen, leicht an.

Alarmierender Verfall der Verkehrsinfrastruktur: Tausende Kilometer Autobahn, Bahnstrecken und hunderte Brücken dringend sanierungsbedürftig
Alarmierender Verfall der Verkehrsinfrastruktur: Tausende Kilometer Autobahn, Bahnstrecken und hunderte Brücken dringend sanierungsbedürftig

In diesem Zeitraum verzeichnete man einen Anstieg von 17.529 auf 17.636 Kilometer bei einem Gesamtnetz von etwa 61.000 Kilometern. Dies belegen aktuelle Angaben der Regierung. Parallel dazu verharren die Autobahnbrücken mit einer konstanten Zahl von 8.000 sanierungsbedürftigen Bauwerken, obwohl 510 Modernisierungen abgeschlossen wurden. Viele Brücken sind bereits in einem so schlechten Zustand, dass eine Sanierung nicht mehr möglich ist.


Politische Verantwortung und Auswirkungen

Die Parteichefin der BSW, Sahra Wagenknecht, kritisiert die derzeitige Regierung scharf für das langsame Sanierungstempo. „Ob Schienen, Brücken oder Straßen: Die Zahlen werden eher schlechter als besser. Das Sanierungstempo reicht nicht aus, um den Verfall zu stoppen“, erklärte sie. Weiterhin gibt sie der Union, bestehend aus CDU und CSU, die Hauptschuld an der Misere. Sie behauptet, diese Parteien hätten maßgeblich dazu beigetragen, dass die Verkehrsinfrastruktur zunehmend heruntergewirtschaftet wurde. „CDU und CSU sind die Hauptverantwortlichen dafür, dass Straßen, Brücken und Schienen heruntergewirtschaftet wurden“, kritisierte Wagenknecht. Diese Äußerungen zeigen ein klares Bild der politischen Verantwortung und der dringenden Notwendigkeit für umfassendere und effizientere Sanierungsstrategien, um den weiteren Verfall zu verhindern und die Sicherheit sowie Effizienz der Verkehrswege zu gewährleisten.

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