In Stâlpu im rumänischen Kreis Buzău brannte in der Nacht zum 27. August 2026 eine rund 500 Quadratmeter große Speicherhalle. In dem Gebäude befand sich ein Batteriespeicher für elektrische Energie. Als wahrscheinliche Ursache ermittelte die Feuerwehr später die Hitzeeinwirkung eines defekten elektrischen Leiters. Hohe Temperaturen, dichter Rauch und die Batterien erschwerten jedoch den Einsatz erheblich. Zwei nahe Öltransformatoren mussten außerdem vor den Flammen geschützt werden. Verletzte gab es nicht, und eine RO-Alert-Warnung hielten die Behörden wegen der Entfernung zu Wohngebieten nicht für erforderlich.
Batteriespeicher zwingen Feuerwehr zu defensiver Taktik
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die gesamte Halle offen in Flammen. Wegen der hohen Temperaturen, des dichten Rauchs und der von den Speicherbatterien ausgehenden Gefahren hielt die Feuerwehr rund 200 Meter Abstand und bekämpfte den Brand defensiv. Das Gebäude gehört zu einem Komplex aus zwei Hallen, die beide Brandmelde- und Löschanlagen besitzen. In der zweiten, ungenutzten Halle sammelte sich jedoch ebenfalls Rauch.

Symbolbild: KI-generiert
Zunächst rückte die Feuerwehr aus Buzău mit sechs Löschfahrzeugen an. Außerdem standen ein Rettungsfahrzeug und ein SMURD-Rettungswagen bereit. Prahova schickte unter anderem ein Spezialfahrzeug mit Pulver und Stickstoff. Aus Bukarest-Ilfov kamen zudem ein Transportfahrzeug für Löschroboter und ein Pulvercontainer. Später verstärkten weitere Einheiten aus Ialomița, Prahova und Bukarest-Ilfov den Einsatz.
Zwei Öltransformatoren unmittelbar neben dem Brand
Besondere Aufmerksamkeit galt zwei mit Öltransformatoren in unmittelbarer Nähe der brennenden Halle. Die Einsatzkräfte verhinderten jedoch, dass die Flammen auf diese Anlagen übergriffen. Ein zusätzlicher Transformatorbrand hätte die Lage erheblich verschärfen können. Deshalb konzentrierte sich ein Teil der Kräfte auf die Abschirmung dieses Bereichs.
Gleichzeitig erschwerten starke Rauchentwicklung und hohe Temperaturen das Vorgehen. Der Brandort liegt jedoch deutlich von bewohnten Bereichen entfernt. Die Behörden verzichteten deshalb auf eine Warnmeldung über das rumänische RO-Alert-System. Am Batteriespeicher blieben nach dem Löschen zwei Feuerwehrfahrzeuge zurück, um mögliche Glutnester zu kontrollieren. Während des gesamten Einsatzes meldeten die Behörden keine Verletzten.
Defekter elektrischer Leiter gilt als Brandursache
Die Feuerwehr erklärte am 28. August einen defekten elektrischen Leiter zur wahrscheinlichen Ursache. Dessen thermische Wirkung soll das Feuer ausgelöst haben. Für den Batteriespeicher veröffentlichten die Behörden bislang jedoch keine Angaben zur verwendeten Batteriechemie. Deshalb lässt sich aus den veröffentlichten Informationen nicht ableiten, ob dort Lithium-Ionen-Batterien eingesetzt wurden. Auch eine belastbare Schadenssumme liegt bislang nicht vor.
Der Brand trifft Rumänien während eines starken Ausbaus der Stromspeicherung. Das Land stellt deshalb 150 Millionen Euro für neue eigenständige Speicheranlagen bereit. Die Förderung soll mindestens 2.174 MWh zusätzliche Kapazität ermöglichen. Unternehmen können ihre Projekte vom 1. September bis 30. Oktober 2026 einreichen. Damit dürfte die Zahl großer Batteriespeicheranlagen im rumänischen Stromnetz in den kommenden Jahren deutlich steigen.
Verfasser: Blackout News
Verwendete Quellen: Opinia Buzău (28.08.26) – IGSU Rumänien (27.08.26) – News.ro (27.08.26) – Digi24 (27.08.26)
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