-
Aufträge für die Industrie im April zurückgegangen – vor allem in der Autobranche
Nach einem kräftigen Anstieg im März sind die Aufträge für das Verarbeitende Gewerbe im April zurückgegangen. Das Minus betrug 3,8 Prozent im Vergleich zum März, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Vor allem in der Autobranche und im Maschinenbau gingen die Aufträge stark zurück. Experten erklären das vor allem mit dem Iran-Krieg,…
-
Arbeitsagentur braucht Milliarden vom Bund: Deindustrialisierung trifft jetzt den Arbeitsmarkt
Berlin/Nürnberg, Juni 2026: Die Arbeitsagentur erwartet wegen der schwachen Wirtschaft und steigender Arbeitslosigkeit ein Milliardenloch. Der aktuelle Finanzbericht an den Haushaltsausschuss zeigt deshalb, wie stark die Deindustrialisierung inzwischen den Arbeitsmarkt erreicht. Bis 2030 könnten rund 23,4 Milliarden Euro an Liquiditätshilfen des Bundes nötig werden. Betroffen sind Beitragszahler, Steuerzahler und Beschäftigte in kriselnden Branchen. Besonders gefährlich…
-
Fraunhofer-Gesellschaft offenbar vor Streichung von 1.200 Stellen: Sparkurs trifft Forschung
Bei der Fraunhofer-Gesellschaft stehen laut Medienberichten rund 1.200 Vollzeitstellen zur Disposition. Auslöser sind demnach rückläufige Aufträge, steigende Kosten und knapper werdende öffentliche Mittel. Im Jahr 2025 soll bereits ein strukturelles Defizit von rund zwei Prozent entstanden sein. Betroffen wären nach den Berichten die Institute und die Zentrale in München. Fraunhofer hängt bei der Finanzierungsstruktur erheblich…
-
Austauschpflicht für Rauchmelder – warum 2026 viele alte Geräte raus müssen
In Deutschland wird 2026 für viele ältere Rauchmelder eine seit Jahren bekannte Austauschpflicht praktisch relevant, weil Geräte aus früheren Nachrüstphasen nun das Ende ihrer zulässigen Nutzungsdauer erreichen. Betroffen sind vor allem Wohnungen in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Staub, Schmutz und alternde Sensoren können die Warnfunktion schwächen, deshalb müssen Eigentümer rechtzeitig prüfen…
-
Brandstiftung in Reutlingen: Stromausfall nach Feuer im Umspannwerk trifft 30.000 Kunden
In Reutlingen hat ein Brand im Umspannwerk Reutlingen-West am Montag gegen 1.45 Uhr einen großflächigen Stromausfall ausgelöst. Ermittler prüfen den Verdacht auf Brandstiftung, weil es drei Brandstellen gab und Schäden an Zaun und Gelände festgestellt wurden. Der Ausfall traf zeitweise rund 30.000 Menschen. Zunächst waren rund 20.000 Kunden der Fairnetz GmbH betroffen. Stunden später hatten…
Blackout News auf Social Media
-
Unzuverlässigkeit der Bahn zwingt Stahlwerke zur Drosselung der Produktion
In Deutschland müssen große Stahlwerke Anfang Juni 2026 ihre Produktion senken, weil die Unzuverlässigkeit der Bahn beim Güterverkehr wichtige Rohstofflieferungen ausbremst. Betroffen sind Standorte in Salzgitter in Niedersachsen und Eisenhüttenstadt in Brandenburg. Baustellen im norddeutschen Schienennetz stören zentrale Güterzugrouten. Dadurch erreichen Eisenerz, Kohle und Schrott die Werke nicht mehr verlässlich. Besonders kritisch bleibt deshalb die…
-
EU plant mehr Schulden für die Energiewende: Deutschland soll neue Milliardenlast schultern
Die EU-Kommission will höhere Schulden für die Energiewende ermöglichen, weil der Iran-Krieg die Energiekrise verschärft hat. Durch die faktische Sperrung der Straße von Hormus sind die Ölpreise deutlich gestiegen. Deshalb sollen Staaten zusätzliche Kredite für Solarenergie, Energieeffizienz und weitere Energieprojekte aufnehmen dürfen. Deutschland könnte dadurch bis zu 27 Milliarden Euro nutzen, obwohl die öffentliche Finanzlage…
-
Erdgasversorgung: Heimisches Gas könnte durch Fracking 20 Jahre lang reichen
Deutschland könnte seine Erdgasversorgung nach einem neuen Gutachten deutlich stärker aus eigenen Vorkommen absichern. Der frühere Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hans-Joachim Kümpel, sieht in heimischen Schiefergasvorkommen genug Potenzial, um rund 20 Jahre lang jährlich etwa 20 Milliarden Kubikmeter Erdgas zu fördern. Das entspräche ungefähr 25 Prozent des heutigen deutschen Gasbedarfs. Damit ginge…
-
Europäische Gerichte prüfen US-Urteile: Greenpeace-Klage wird zum Präzedenzfall
In Amsterdam hat das Bezirksgericht am 3. Juni 2026 entschieden, dass Greenpeace International seine Klage gegen den US-Pipelinekonzern Energy Transfer in den Niederlanden weiterführen darf. Damit entsteht ein Präzedenzfall: Ein europäisches Gericht prüft die Folgen eines amerikanischen Urteils zu Vorgängen und Schäden in den USA. Die Proteste gegen die Dakota Access Pipeline fanden in North…
-
Mini-Atomreaktoren: Deutschland verliert den Zugang zu einer möglichen Schlüsseltechnologie
Deutschland hält am Atomausstieg fest, während viele Industriestaaten kleine modulare Atomreaktoren als mögliche Schlüsseltechnologie ihrer künftigen Stromversorgung prüfen. Die Entwicklung gewinnt an Bedeutung, weil Small Modular Reactors, kurz SMR, weltweit Forschungsbudgets, Industrieprojekte und politische Unterstützung anziehen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete den deutschen Ausstieg als „strategischen Fehler“. Deutschland verzichtet damit nicht nur auf eine…
-
Energieeffizienzgesetz als Wachstumsbremse: DIHK warnt vor willkürlicher Verbrauchsgrenze
Eine DIHK-Berechnung verschärft die Kritik am Energieeffizienzgesetz, das die Ampel-Regierung im November 2023 einführte. Deutschland soll seinen Endenergieverbrauch bis 2030 auf 1867 Terawattstunden senken, weil das Gesetz minus 26,5 Prozent gegenüber 2008 vorgibt. Bis 2045 soll der Verbrauch sogar um 45 Prozent sinken. Offiziell dienen die Ziele Klimaschutz, geringeren Energieimporten, Versorgungssicherheit und sinkenden Kosten. Das…
-
Auswanderung auf Rekordniveau: Gut Ausgebildete fliehen vor Deutschlands Lasten
Im vergangenen Jahr erreichte die Auswanderung deutscher Staatsbürger einen historischen Höchststand. Laut Statistischem Bundesamt verließen im Jahr 2025 insgesamt 288.579 deutsche Staatsbürger Deutschland. Das ist der höchste Wert in der Destatis-Zeitreihe seit 1954.Besonders schwer wiegt jedoch, wer Deutschland verlässt. Zwei Drittel der Auswanderer sind jünger als 40 Jahre, während drei Viertel einen Hochschulabschluss haben. Damit…
-
Gemeinderat lässt Bürger abstimmen und ignoriert dann ihr Nein zum Windpark
Der Gemeinderat Quirnbach hat die Bürger am 25. März 2026 über die Windkraftplanung abstimmen lassen und am 28. Mai 2026 anders entschieden als die Mehrheit der Teilnehmer. 145 Bürger stimmten gegen die Einleitung der Planung, während 116 dafür waren. Damit lehnten 55,6 Prozent das Vorhaben ab. Trotzdem trieb der Rat die Bauleitplanung für den Windpark…
-
„Schöne, saubere Kohle“: Trump kündigt 700 Millionen Dollar für fossile Energie an
„Schöne, saubere Kohle“: Unter diesem Motto hat US-Präsident Donald Trump Investitionen von 700 Millionen Dollar (rund 603 Millionen Euro) für die Kohleindustrie angekündigt. Damit sollen Kraftwerke in den USA modernisiert, Bergwerke ausgebaut und ein für Exporte bestimmter Containerhafen nördlich von San Francisco errichtet werden. Mit dem Geld sollen nach Trumps Angaben zwei Kohlekraftwerke neu gebaut…
-
Millionen vom Staat für Windrad-Recycler: Jetzt beginnt der Prozess um illegale Entsorgung
Am 11. Juni beginnt vor dem Landgericht Weiden der Prozess gegen den Oberpfälzer Unternehmer Michael Roth, dessen Firma als Spezialist für die Entsorgung und Recycling von Windradschrott galt und kurz vor der Insolvenz staatliche Fördergelder erhielt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, zwischen Juni 2024 und Januar 2025 Abfallstoffe nach Tschechien gebracht und dort ohne erforderliche…















