-
Sonnen GmbH insolvent – deutscher Batteriespeicher-Pionier vor der Zerschlagung
Der deutsche Hersteller für Batteriespeicher, Sonnen GmbH, hat am 22. Oktober 2026 Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Vorausgegangen waren jahrelange Verluste, massive Umsatzeinbrüche und eine gescheiterte Sanierung. Erst im August hatte Shell das Unternehmen an neue Investoren verkauft. Doch auch der Eigentümerwechsel konnte den wirtschaftlichen Niedergang nicht verhindern. Nun droht dem einstigen Vorzeigeunternehmen der Energiewende die…
-
Investitionsgipfel: Merz feiert Auslandszusagen – Mittelstand bleibt auf der Strecke
Ein Kommentar unseres Autors Klaus Bastian: Bundeskanzler Friedrich Merz feiert seinen Investitionsgipfel mit rund 230 Milliarden Euro angekündigten Investitionen deutscher und ausländischer Konzerne. Doch wie viel neues Kapital die Veranstaltung tatsächlich mobilisierte, kann das Bundeswirtschaftsministerium nicht beziffern. Gleichzeitig haben internationale Investoren milliardenschwere Fabrikprojekte in Deutschland gestrichen. Die KfW meldet zudem, dass 2025 lediglich 40 Prozent…
-
Deutschland fällt bei der Stromversorgung im weltweiten Sicherheitsranking hinter den Irak
Deutschlands Stromversorgung schneidet in einer neuen internationalen Untersuchung überraschend schlecht ab. Das britische Adam Smith Institute stuft die Bundesrepublik im Sicherheitsranking auf Platz 69 von 187 Ländern ein. Damit liegt Deutschland hinter dem Irak, Bosnien und Herzegowina sowie Kirgisistan. Bei der jederzeit abrufbaren Stromerzeugung erreicht Deutschland sogar nur Rang 180. Entscheidend ist der wachsende Anteil…
-
DGB-Chefin Fahimi fordert mehr Fokus der Regierung auf Wirtschaftswachstum
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Politik stärker auf die Modernisierung des Landes und wirtschaftliches Wachstum zu richten. Nötig sei dazu etwa eine konsequente Industriepolitik, sagte DGB-Chefin Yasmin Fahimi der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag). „Nur Firmen, die wesentlich in Europa forschen und produzieren, sollten staatliche Förderung und Steuervorteile erhalten“, forderte Fahimi. Der Import…
-
PFAS im Trinkwasser: Deutschland erlaubt bis zu 25-mal höhere Grenzwerte als die USA
Eine am 21. Oktober 2026 veröffentlichte Auswertung amerikanischer Trinkwasserdaten zeigt eine weitreichende Belastung mit PFAS. Diese künstlich hergestellten, extrem langlebigen Chemikalien kommen unter anderem in Beschichtungen, Verpackungen und Feuerlöschschäumen vor. Bestimmte Verbindungen können Krebs begünstigen, die Leber schädigen und das Immunsystem beeinträchtigen. In rund 3.600 untersuchten US-Wasserversorgungssystemen wurden PFAS nachgewiesen, während auch Deutschland und andere…
Blackout News auf Social Media
-
Neue Netzentgelte in Österreich – E-Autos und Wärmepumpen können teurer werden
Österreich führt ab 2027 neue Netzentgelte ein, die vor allem Besitzer von Elektroautos und Wärmepumpen finanziell belasten können. Die Regulierungsbehörde E-Control beschloss am 12. Oktober 2026 eine grundlegende Reform der Stromnetztarife. Künftig zählt neben der verbrauchten Strommenge auch die höchste durchschnittliche Leistungsaufnahme innerhalb von 15 Minuten eines Monats. Wer beispielsweise sein Elektroauto lädt, während gleichzeitig…
-
Deutschlands Standortkrise – wie die Politik ein erfolgreiches Land herunterwirtschaftet
Ein Kommentar unseres Autors Klaus Bastian: Deutschland erlebt 2026 eine tiefgreifende Standortkrise, deren Ursachen weit über die schwache Konjunktur hinausreichen. Industriearbeitsplätze verschwinden, Infrastruktur verfällt. Die staatlichen Ausgaben steigen weiter, während die Steuereinnahmen infolge des schwachen Wirtschaftswachstums hinter den Haushaltsplanungen zurückbleiben. Dadurch wächst die Finanzierungslücke und der Staat muss immer mehr zusätzliche Schulden aufnehmen. Jahrzehntelange politische…
-
40-Millionen-Industrieprojekt in Sassnitz gescheitert – finnischer Konzern zieht sich zurück
Sassnitz auf Rügen verliert ein geplantes Industrieprojekt im Umfang von 40 Millionen Euro. Der finnische Edelstahlhersteller Outokumpu hat am 19. Oktober 2026 seinen Rückzug aus dem Hafen Mukran bestätigt. Ausschlaggebend sind fehlende Abnehmer für die bei der Produktion entstehende Abwärme. Ohne ausreichende Wärmeerlöse lässt sich die Anlage nach Unternehmensangaben nicht wirtschaftlich betreiben. Damit entfallen 25…
-
Bahn-Verspätungen wegen maroder Infrastruktur 2026 um 40 Prozent gestiegen
Die Verspätungen von Zügen der Deutschen Bahn, die auf den Zustand der Infrastruktur zurückzuführen sind, haben in diesem Jahr noch einmal stark zugenommen. „Die Zahl der Verspätungsfälle, die mit gestörten Infrastrukturanlagen zusammenhängen, ist 2026 um 40 Prozent gestiegen“, sagte der Chef der Infrastruktursparte DB Infrago, Philipp Nagl, der „Zeit“ (Donnerstag). Der sehr kalte Winter und…
-
Gastronomie in der Krise – Tausende Betriebe schließen, Restaurants kämpfen ums Überleben
Die Gastronomie in Deutschland erlebt im Oktober 2026 eine anhaltende Schließungs- und Insolvenzwelle. Zwischen 2020 und 2025 stellten rund 69.000 gastronomische Unternehmen ihren Betrieb ein. Gleichzeitig registrierte Creditreform mehr als 11.200 Insolvenzen. Hohe Energie-, Personal- und Lebensmittelkosten treffen auf sinkende Umsätze und zurückhaltende Gäste. Allein im August 2026 sank der reale Gastronomieumsatz gegenüber dem Vorjahr…
-
Roche stoppt neue Investitionen in Deutschland – Bundesregierung verliert Vertrauen
Der Schweizer Pharmakonzern Roche setzt sämtliche künftigen Investitionsentscheidungen in Deutschland vorerst aus. Auslöser ist die Sparpolitik der Bundesregierung im Gesundheitswesen, die das Unternehmen als erhebliche wirtschaftliche Belastung bewertet. Besonders kritisch sieht Roche die geplanten zusätzlichen Herstellerrabatte für Arzneimittel. Der Konzern beschäftigt mehr als 18.000 Menschen in Deutschland und investierte bislang Milliarden in seine Standorte. Bereits…
-
Slowakei nimmt neues Kernkraftwerk in Betrieb – Deutschland lässt Isar 2 abreißen
Ein Kommentar unseres Autors Klaus Bastian: Die Slowakei hat am 15. Oktober 2026 den vierten Reaktorblock des Kernkraftwerks Mochovce erstmals ans Stromnetz angeschlossen. Die Anlage mit 471 Megawatt Leistung soll künftig jährlich rund 3,5 Terawattstunden Strom erzeugen. Während die Slowakei damit ihre gesicherte Stromerzeugung ausbaut, vollzieht Deutschland den entgegengesetzten Schritt. Am 7. Oktober erhielt Isar…
-
Defekte Wärmepumpen: Stadtwerken SH droht Millionenschaden durch fehlerhafte Anlagen
Den Stadtwerken SH droht in Schleswig-Holstein ein Millionenschaden durch defekte Wärmepumpen. In der Ferienanlage Reetdorf in Nieby fallen seit Jahren Heizungen aus, die ab 2018 installiert wurden. Der Betreiber fordert deshalb Schadenersatz und beziffert seine bisherigen Mietausfälle auf mehr als 300.000 Euro. Hinzu kommen mögliche Austauschkosten von rund 1,5 Millionen Euro. Außerdem könnten nach bislang…
-
Gewerkschaft droht vor Gespräch mit Volkswagen mit massivem Arbeitskampf
Vor einem Gespräch mit dem Volkswagen-Management hat die Gewerkschaft IG Metall dem Autobauer mit Streiks gedroht, sollte diese die Kündigung von Tarifverträgen nicht zurücknehmen. Die Stimmung der Belegschaft habe „den Siedepunkt erreicht“, sagte der IG-Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Thorsten Gröger am Freitag in Hannover. „Der Kredit des Vorstands ist längst aufgebraucht und alles deutet…
-
Stromversorgung in Gefahr – Deutschland fehlen bis zu 35 Gigawatt gesicherte Kraftwerksleistung
Deutschland steuert auf erhebliche Probleme bei der Stromversorgung zu. Nach Berechnungen der Bundesnetzagentur könnten bis 2035 bis zu 35,5 Gigawatt zusätzliche steuerbare Kraftwerksleistung notwendig werden. Gleichzeitig verschärfen niedrige Füllstände der Gasspeicher und steigende Erdgaspreise die Lage vor dem Winter 2026/2027. Der geplante Kohleausstieg reduziert außerdem die verfügbaren Kraftwerkskapazitäten, während Ersatzanlagen fehlen. Dadurch wachsen die Risiken…















