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Bundesregierung prüft Bürgschaft für LNG aus Argentinien – Steuerzahler haftet bei Ausfall
Die Bundesregierung prüft in Berlin seit Ende Januar 2026 eine Bürgschaft für Gaslieferungen aus Argentinien. Auslöser ist eine Voranfrage beim Bundeswirtschaftsministerium (BMWE). Sie betrifft ein LNG-Projekt in der Provinz Río Negro. Das Vorhaben nutzt Gas aus der Förderstätte Vaca Muerta. Southern Energy soll es zur Küste transportieren. Dort sind zwei schwimmende LNG-Terminals geplant. Sie sollen
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DB Cargo streicht fast die Hälfte aller Vollzeitstellen
DB Cargo baut in Deutschland mit 6.200 Stellen fast die Hälfte der rund 14.000 Vollzeitstellen ab. Betroffen sind Fahrbetrieb, Disposition und Planung, jedoch auch Verwaltung, Vertrieb und IT. Auslöser ist der Sanierungsdruck nach einem EU-Beihilfeverfahren. Das Unternehmen schreibt nach mehreren Sanierungsversuchen weiter Verluste, doch die EU akzeptiert staatliche Unterstützung nur noch unter einer Bedingung: Die
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Onlinehändler Otto streicht 460 Stellen – neue Konzernführung drückt radikal auf Kostenbremse
Der Onlinehändler Otto baut rund 460 Vollzeitstellen ab, vor allem am Hauptstandort in Hamburg, nachdem der Konzern bereits 2025 rund 480 Jobs im Kundenservice gestrichen hatte. Auslöser ist ein umfassendes Sparprogramm unter der neuen Vorstandsvorsitzenden Petra Scharner-Wolff, das die Kostenbasis bis 2027/28 deutlich senken soll. Der Stellenabbau betrifft insbesondere Marketing, Controlling und Technologie-Bereiche, während zugleich
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Deutsche Stahlindustrie legt grüne Transformation auf Eis
In Deutschland haben große Stahlkonzerne seit 2025 zentrale Projekte zur grünen Transformation gestoppt oder vertagt: ArcelorMittal legte den klimaneutral geplanten Umbau am Standort Hamburg auf Eis, Salzgitter bremst bis mindestens 2028/2029 und Thyssenkrupp koppelt Investitionen an ein Sparprogramm. Auslöser sind fehlender und teurer grüner Wasserstoff, volatile und teils hohe Strompreise, sowie Preis- und Nachfragedruck im
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Gasspeicher auf kritischem Niveau – „Alle in der Branche beten jetzt für warmes Wetter“
Deutschlands Gasspeicher leeren sich im Winter schnell und erreichen mittlerweile ein kritisches Niveau. Dabei bleibt der Süden wegen weniger Speicherkapazität und hoher Industrienachfrage besonders anfällig. Die Kälte treibt die Entnahmen, dazu verschärft ein Markt mit schwachen Anreizen zum Einspeichern die Lage zusätzlich. Mit fallenden Reserven steigt außerdem auch noch das technische Risiko, weil Betreiber Gas
Blackout News auf Social Media
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Deutscher Wasserstoff-Hochlauf gescheitert – Anwender fehlen und Projekte kippen
Auf der E-world in Essen, Europas Leitmesse der Energie- und Wasserwirtschaft, zeigte sich im Februar ein ernüchterndes Bild: Der deutsche Wasserstoff-Hochlauf kommt praktisch nicht voran, weil es weder eine tragfähige Nachfrage noch ausreichend wirtschaftliche Erzeugung gibt. Auslöser der Debatte war das Eingangsstatement von Thyssengas-CEO Stefanie Kesting, die den Hochlauf „wie eine heiße Kartoffel“ fallengelassen sieht,
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Rückruf wegen Brandrisiko – Mercedes tauscht Batterien in EQA und EQB
Mercedes-Benz startet in Deutschland laut MB Passion den Batterietausch bei bestimmten EQA- und EQB-Modellen. Ein offizieller Rückruf durch das Kraftfahrt-Bundesamt soll in Kürze folgen. Der Hersteller hat die Werkstätten demnach bereits informiert. Mercedes will betroffene Kunden parallel schriftlich benachrichtigen. Auslöser ist ein mögliches Brandrisiko durch einen potenziellen Kurzschluss in der Hochvolt-Batterie, das die bisherige Software
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Scheller greift Bundeswehr-Beschaffungsamt an: „Organisierte Verantwortungslosigkeit“
Der Chef des Bundesrechnungshofs, Kay Scheller, kritisiert die Arbeitsweise des Beschaffungsamts der Bundeswehr ungewöhnlich scharf, weil nach seiner Darstellung zu viele Beteiligte und immer neue Prüf- und Absicherungsstufen Entscheidungen blockieren. Anlass ist der wachsende Widerspruch zwischen rasch wechselnden Anforderungen an die Streitkräfte und einem Beschaffungssystem, das Bedarf über lange Zeiträume prüft, statt zügig zu entscheiden.
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Volkswagen-Sparprogramm bis 2028 – 35.000 Jobs in Gefahr – Werksschließungen drohen
Der Volkswagen-Konzern treibt in Wolfsburg ein konzernweites Sparprogramm voran, das bis Ende 2028 die Kosten um rund 20 Prozent senken soll, nachdem CEO Oliver Blume und Finanzchef Arno Antlitz die Vorgaben intern verschärft haben. Auslöser sind sinkende Margen, hohe Ausgaben für E-Mobilität und Software sowie ein schwächeres China-Geschäft. Das Programm betrifft alle Marken, während intern
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Brand eines Elektroautos löst Kettenreaktion aus und reißt Wohnmobil, Häuser und Autos mit
Am Montagmorgen kam es im baden-württembergischen Schwaigern bei Heilbronn zu einer Kettenreaktion, nachdem ein an einer Ladesäule angeschlossenes Elektroauto in Brand geraten war. Die Flammen griffen auf ein Wohnmobil über, in dem Gasflaschen lagerten, die durch die Hitze explodierten. Dadurch wurden mehrere weitere, in der Nähe abgestellte Autos beschädigt, zudem kam es zu Schäden an
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Windpark Reinhardswald – Kommunen drohen Rückbau-Kosten in Millionenhöhe
In Wesertal schrillen die Alarmglocken, weil die Rücklagen für den Rückbau des Windparks Reinhardswald nach aktuellen Einschätzungen nicht ausreichen könnten. Das Problem wirkt harmlos, bis die Rechnung fällig wird, denn dann droht ein Loch in dreistelliger Millionenhöhe. Dieses Loch landet nicht automatisch beim Betreiber. Stattdessen kann es über den Landkreis in die kommunalen Haushalte durchschlagen.
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Ostsee 67cm unter Normalniveau und zu einem Drittel zugefroren
Anfang Februar sank der Wasserstand der Ostsee ungewöhnlich stark und zwar 67 cm unter Normalniveau. Gleichzeitig ist ca. ein Drittel der Ostsee mit einer auffällig dicken Eisdecke zugefroren. Forscher sprechen von einer seltenen Wetteranomalie, weil Wind und Luftdruck in dieser Region besonders direkt wirken. Deshalb geraten Häfen, Schifffahrt und auch empfindliche Lebensräume am Meeresboden unter
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„Mehr Standort-Patriotismus“ – Schneiders Appell trifft eine Industrie im Rückwärtsgang
Umweltminister Carsten Schneider fordert „Ein bisschen mehr Standort-Patriotismus“ von den Autokonzernen. Er will, dass die Hersteller Rohstoffe stärker in Deutschland und Europa kaufen (welt: 14.02.26). Doch die Forderung kommt zur Unzeit, denn die Branche kämpft mit Kosten und Absatzdruck. Gleichzeitig fehlen Reformen, die Produktion hier wieder rentabel machen könnten. Den geforderten Standort-Patriotismus können sich deutsche
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NRW-Finanzminister wechselt vom Elektroauto auf Diesel um und betätigt E-Auto-Skeptiker
In Nordrhein-Westfalen sorgt Finanzminister Marcus Optendrenk für Ärger, denn er gibt seinen elektrischen BMW i7 ab und fährt wieder Diesel. Als Grund nennt er lange Strecken und einen engen Terminkalender, weil Laden und Reichweite mit einem E-Auto im Flächenland aus seiner Sicht nicht zuverlässig genug passen. Genau das kollidiert mit der Linie vieler Politiker, die
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Vattenfall will AKW-Laufzeiten um 20 Jahre verlängern und parallel SMR-Neubauten prüfen
Vattenfall richtet seine Atomstrategie neu aus. Im Zentrum steht die Verlängerung der Laufzeiten der bestehenden Kernkraftwerke in Schweden. Gleichzeitig prüft der Konzern den Einstieg in die SMR-Technologie mit neuen Mini-Reaktoren. Konzernchefin Anna Borg beschreibt das als Weg zu planbarer Erzeugung und stabilen Preisen. Zudem sagt sie: „Neue Kernenergie ist in vielen Ländern im Aufschwung“ (handelsblatt:















