-
Vom Fachkräftemangel zum Einstellungsstopp – Deutschlands Arbeitsmarkt kippt
Deutschland erlebt im Mai 2026 einen deutlichen Bruch am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,4 Prozent, außerdem suchen mehr als drei Millionen Menschen Arbeit. Viele Unternehmen reagieren auf schwache Konjunktur, hohe Kosten, Industrieprobleme und Automatisierung mit Einstellungsstopp. Besonders betroffen sind Berufseinsteiger, Akademiker und Jobsuchende in Büro-, IT-, Verwaltungs- und Marketingberufen. In Pflege, Handwerk, Logistik und…
-
Evosoft vor dem Aus – 377 Jobs bei Siemens-Tochter in Franken betroffen
Die Siemens-Tochter Evosoft soll ihre Geschäfte einstellen. Nach Medienberichten sind 377 Arbeitsplätze in Nürnberg und Erlangen betroffen. Der Fall trifft eine Region, in der Siemens ohnehin mehrere Bereiche neu ordnet. Im Mittelpunkt steht offenbar nicht nur die aktuelle Marktlage. Entscheidend könnten auch neue konzerninterne Regeln für die Vergabe von Aufträgen sein (nn: 20.05.26). Siemens-Tochter Evosoft…
-
Grüner Stahl in der Krise – Deutschlands Stahlwerke finden kaum Käufer
In Deutschland stockt der Umbau der Stahlindustrie, weil grüner Stahl trotz geplanter Milliardeninvestitionen kaum zahlungsbereite Kunden findet. Betroffen sind wichtige Stahlwerke in Duisburg, Bremen, Eisenhüttenstadt, Salzgitter und im Saarland. Auslöser sind hohe Stromkosten, teurer Wasserstoff und eine schwache Nachfrage aus Schlüsselbranchen. Zugleich verschärfen billige Importe aus Asien den Wettbewerb. Deshalb geraten Förderprojekte, Industriearbeitsplätze und die…
-
Neue Verpackungsverordnung belastet Hersteller, Händler und Mittelstand mit mehr Bürokratie
Brüssel verschärft ab dem 12. August 2026 die Regeln für Verpackungen in der EU. Dann greift die Verpackungsverordnung PPWR direkt in allen Mitgliedstaaten. Sie ersetzt in Deutschland zentrale Teile des bisherigen Verpackungsgesetzes. Die EU begründet den Schritt mit Kreislaufwirtschaft, Recycling und weniger Verpackungsabfall. Für Hersteller, Händler und Importeure entsteht jedoch neuer Verwaltungsaufwand. Besonders Mittelständler mit…
-
Solarparks auf Agrarflächen – fruchtbarer Acker kann dauerhaft verloren gehen
Eine italienische Bodenstudie aus dem Jahr 2022 liefert den fachlichen Kern der Debatte um Solarparks auf Agrarflächen: Bereits nach sieben Jahren Freiflächen-Photovoltaik fanden Forscher unter den Modulen deutlich verarmte Böden. Damit gerät die verbreitete Annahme ins Wanken, Ackerland lasse sich nach 30 bis 40 Jahren Solarnutzung einfach räumen und wieder landwirtschaftlich nutzen. Im US-Bundesstaat Michigan…
-
Bosch opfert den Heimatmarkt – 22.000 Jobs fallen weg, damit der Konzern überlebt
Bosch stellt 2026 von Gerlingen aus sein Autogeschäft radikal neu auf. In Deutschland sollen in der Mobility-Sparte rund 22.000 Stellen wegfallen. Auslöser sind schwache Zahlen, hohe Rückstellungen und der schnelle Umbruch vom Verbrenner zum Elektroauto. Der Heimatmarkt verliert dadurch industrielle Substanz, während China für Bosch wichtiger wird. Dort entstehen neue Kunden, neue Serienmodelle und neue…
-
Britische Regierung räumt Umweltfolgen von Windrädern und Solarparks ein
In Großbritannien belegen interne Regierungsunterlagen erhebliche Umweltfolgen des beschleunigten Ausbaus von Windrädern und Solarparks unter Energieminister Ed Miliband. Das Dossier kam durch Anfragen nach dem Freedom of Information Act an die Öffentlichkeit. Es nennt Risiken für Schutzgebiete, Landschaften, historische Räume, Artenvielfalt und Wasserressourcen. Außerdem drohen mehr Luftemissionen, Treibhausgase, Lärm, Vibrationen, Lichtverschmutzung, Staub und Bodenschäden. Besonders…
-
Trotz Sanktionen – Großbritannien lockert Importe für Kerosin, Diesel und LNG russischer Herkunft
Großbritannien lockert in London am Mittwoch seine Sanktionsregeln für Kerosin, Diesel und LNG russischer Herkunft, weil der Iran-Krieg die Ölversorgung belastet und Energiepreise erhöht. Die Regierung erlaubt Kraftstoffimporte, wenn Raffinerien in Drittstaaten russisches Rohöl verarbeitet haben. Zugleich schafft sie befristete Spielräume für verflüssigtes Erdgas aus bestimmten russischen Anlagen. Der entscheidende Risikofaktor liegt deshalb in der…
-
Kredit für China – Deutschland finanziert Umweltprojekt mit 70 Millionen Euro
Deutschland und China haben am 19. Mai 2026 in Berlin eine neue Umweltfinanzierung vereinbart. Die KfW stellt dafür einen Kredit über rund 70 Millionen Euro bereit. Das Geld soll die Wasserqualität des stark belasteten Hanjiang-Flusses verbessern. Dort verschmutzen Plastikmüll, Abwasser und belastete Regenwasserabflüsse seit Jahrzehnten das Gewässer. Der Hanjiang gehört zum Einzugsgebiet des Jangtsekiang. Deshalb…
-
Ausländische Investitionen sinken weiter – Deutschland verliert im Standortwettbewerb
Deutschland verzeichnet 2025 erneut weniger ausländische Investitionen. Laut einer aktuellen EY-Standortanalyse kündigten ausländische Unternehmen nur noch 548 Projekte an. Das entspricht einem Rückgang um zehn Prozent. Zugleich setzt sich damit die Negativserie zum achten Mal fort. Der Wert liegt so niedrig wie seit 2009 nicht mehr. Als zentrale Ursachen gelten hohe Kosten, teure Energie, Steuern…
-
Venator schließt Werk in Krefeld – rund 400 Jobs fallen im Chempark Uerdingen weg
In Krefeld-Uerdingen schließt die Chemiefirma Venator Ende Mai ihren Standort im Chempark, nachdem der Insolvenzverwalter keinen Käufer fand und die Produktion dort bereits seit September 2025 stillstand. Deshalb verlieren mehr als 380 Beschäftigte ihre Arbeit. Damit endet für den Standort eine monatelange Suche nach einer tragfähigen Lösung. Ausschlaggebend war der gescheiterte Verkaufsprozess. Für die Belegschaft…
-
„Ich brauche keine Zahlen“ – Klingbeil verteidigt Milliardenkurs bei erneuerbaren Energien
In Berlin hat Bundesfinanzminister Lars Klingbeil am 20. Mai 2026 im Bundestag den Regierungskurs bei erneuerbaren Energien verteidigt. Auslöser war eine Frage des AfD-Abgeordneten Rainer Kraft in der Regierungsbefragung. Kraft verlangte eine konkrete Wirkung von 100 Milliarden Euro Steuergeld auf den globalen Temperaturanstieg. Klingbeil verwies zunächst auf Studien zu einzelnen Instrumenten im Klima- und Transformationsfonds.…
-
Rundfunkbeitrag vor Gericht – Musterklage kann Steuerzahlern Geld bringen
Vor dem Finanzgericht Mecklenburg-Vorpommern läuft seit 2026 eine Musterklage zur steuerlichen Absetzbarkeit des Rundfunkbeitrags. Der Bund der Steuerzahler unterstützt die Klage unter dem Aktenzeichen 1 K 67/26. Auslöser ist ein Steuerzahler, der für 2024 gezahlte Beiträge von 220,32 Euro in seiner Einkommensteuererklärung geltend machte. Das Finanzamt lehnte den Abzug jedoch ab. Der Streit betrifft deshalb…
-
Windrad brennt bei Kitzingen: Autobahn A7 zum Start der Pfingstferien gesperrt
Bei Kitzingen in Unterfranken hat am Samstagabend gegen 18.50 Uhr ein über 100 Meter hohes Windrad nahe der Autobahn A7 Feuer gefangen. Mehrere Verkehrsteilnehmer bemerkten starken Rauch an der Turbine und alarmierten deshalb die Einsatzkräfte. Kurz nach dem Eintreffen der Feuerwehr stand die Anlage in Flammen, während die Höhe der Turbine eine direkte Brandbekämpfung verhinderte.…
-
Solarförderung – neue PV-Anlagen könnten feste Vergütung verlieren
In Berlin bereitet die Bundesregierung eine weitreichende Änderung der Solarförderung vor, weil Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche die staatlichen Zahlungen für neue kleine PV-Anlagen senken will. EEG-Novelle und Netzpaket befinden sich weiter in der Ressortabstimmung, während das Bundeskabinett die Vorhaben nach aktuellem Zeitplan am 27. Mai 2026 behandeln soll. Neue Solaranlagen könnten ab 2027 ihre feste Einspeisevergütung…















