Stromengpass in den Carolina: Duke Energy ruft zum Sparen auf und aktiviert Notfallreserven

Duke Energy reagierte am 18. September in North und South Carolina auf einen drohenden Stromengpass. Wegen extremer Hitze stieg der Verbrauch stark, während der Versorger für den Nachmittag eine Spitzenlast von rund 20.102 Megawatt erwartete. Deshalb sollten Millionen Kunden zwischen 14 und 20 Uhr weniger Strom verbrauchen. Gleichzeitig beschaffte Duke Energy zusätzliche Kraftwerksleistung und beantragte eine Notfallgenehmigung der US-Regierung. Der Konzern warnte dabei, dass andernfalls sogar Lastabschaltungen notwendig werden könnten.

Stromengpass in Nord und Süd Carolina: Duke Energy ruft zum Sparen auf, beschafft 2.089 MW zusätzlich und erhält eine US-Notfallgenehmigung.
Stromengpass in Nord und Süd Carolina: Duke Energy ruft zum Sparen auf, beschafft 2.089 MW zusätzlich und erhält eine US-Notfallgenehmigung.
Bild: Shutterstock

Stromengpass zwingt Duke Energy zu zusätzlichen Notfallreserven

Vor allem Klimaanlagen trieben den Verbrauch nach oben. In Charlotte erreichte die Temperatur am Freitag 96 Grad Fahrenheit, knapp 36 Grad Celsius. Damit lag das Maximum rund 14 Grad Fahrenheit über dem langjährigen Normalwert für diesen Tag.

Duke Energy hatte bereits 2.089 Megawatt zusätzliche Leistung beschafft. Außerdem sollten Lastmanagement und freiwillige Verbrauchssenkungen mehr als 500 Megawatt einsparen. Dennoch hielt das Unternehmen weitere Reserven für notwendig.


US-Regierung erlaubt zusätzlichen Kraftwerkseinsatz

Das US-Energieministerium reagierte noch am selben Tag auf den Antrag. Die Behörde erlaubte Duke Energy, bestimmte Kraftwerke bei Bedarf stärker einzusetzen. Außerdem darf der Versorger große kundeneigene Notstromanlagen aktivieren, wenn andere Maßnahmen nicht ausreichen.

Der Stromengpass ging damit deutlich über einen gewöhnlichen Sparaufruf hinaus. Duke Energy erklärte gegenüber Washington ausdrücklich, dass die verfügbare Erzeugung möglicherweise nicht genügt. Ohne zusätzliche Maßnahmen könnten deshalb einzelne Verbraucher zeitweise vom Netz getrennt werden.

Umweltauflagen können vorübergehend zurücktreten

Die Notfallgenehmigung erlaubt unter bestimmten Bedingungen auch einen Kraftwerksbetrieb außerhalb einzelner regulärer Umweltgrenzen. Betroffen sein können unter anderem Vorgaben für Stickoxide, Kohlenmonoxid und flüchtige organische Verbindungen. Allerdings muss Duke Energy zunächst andere verfügbare Möglichkeiten zur Stabilisierung des Netzes ausschöpfen.

Bemerkenswert ist zudem, dass Duke Energy bereits Anfang September eine ähnliche Notfallgenehmigung erhalten hatte. Der erneute Stromengpass folgt damit nur wenige Wochen später. Duke Energy versorgt rund 3,9 Millionen Kunden in North Carolina und mehr als 870.000 in South Carolina.

Verfasser: Blackout News
Verwendetre Quellen: Duke Energy (18.09.26) – US Department of Energy (18.09.26)

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