Ein Stromausfall hat am Samstagvormittag, 12. September, den Zugverkehr zwischen Niebüll und Westerland auf Sylt zeitweise komplett gestoppt. Das Stellwerk Klanxbüll im Kreis Nordfriesland hatte keinen Strom, deshalb konnten auf der Marschbahn zunächst keine Züge über den betroffenen Abschnitt fahren. Techniker rückten zur Reparatur aus, während die Dauer der Sperrung zunächst offenblieb. Gegen Mittag nahm die Bahn den Verkehr wieder auf, jedoch mussten Reisende noch mit Folgen der Störung rechnen.

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Marschbahn nach Stromausfall mehrere Stunden unterbrochen
Das Stellwerk in Klanxbüll übernimmt zentrale Aufgaben bei der Steuerung und Sicherung des Zugverkehrs. Ohne funktionsfähige Stellwerkstechnik lassen sich Fahrstraßen und Signale nicht regulär stellen. Deshalb musste die Bahn den Verkehr auf dem Abschnitt zwischen Niebüll und Westerland stoppen.
Die ersten Meldungen über die Störung lagen am Samstagvormittag gegen 10 Uhr vor. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten Techniker bereits an der Stromversorgung des Stellwerks, jedoch gab es zunächst keinen Termin für die Wiederaufnahme des Betriebs. Kurz nach 12 Uhr meldete die Bahn schließlich, dass wieder Züge fahren.
Hoch ausgelastete Strecke verstärkt die Folgen von Störungen
Die Marschbahn ist für Sylt von besonderer Bedeutung, weil die Insel auf dem Schienenweg nur über den Hindenburgdamm erreichbar ist. Außerdem ist insbesondere der Abschnitt zwischen Niebüll und Westerland stark ausgelastet und überwiegend eingleisig. Verspätungen können sich deshalb schnell auf weitere Zugverbindungen übertragen.
Erst wenige Tage vor dem Stromausfall galten auf der Strecke bereits weitere Einschränkungen. Zwischen dem 7. und 21. September entfallen nachts einzelne Züge der Linie RE6 auf verschiedenen Abschnitten. Davon betroffen ist auch der Bereich zwischen Klanxbüll und Westerland, während die Bahn für geplante Ausfälle teilweise Ersatzverkehr vorsieht.
Neue Stellwerke und zusätzliche Gleise sollen Betrieb stabilisieren
Schleswig-Holstein und die Deutsche Bahn wollen die Strecke deshalb technisch und betrieblich modernisieren. Bis Frühjahr 2028 soll das neue elektronische Stellwerk Niebüll vollständig in Betrieb gehen. Neun mechanische Stellwerke sollen dadurch ersetzt werden, außerdem investiert die Bahn bis 2028 rund 144 Millionen Euro in Leit- und Sicherungstechnik.
Parallel bereiten Bund, Land und Bahn den zweigleisigen Ausbau besonders belasteter Abschnitte vor. Vorgesehen sind zusätzliche Gleise zwischen Niebüll und Klanxbüll sowie zwischen Morsum und Tinnum. Außerdem soll die Strecke langfristig elektrifiziert werden. Der Stromausfall vom Samstag zeigt jedoch, wie stark einzelne technische Störungen den Verkehr auf der Marschbahn weiterhin treffen können.
Verfasser: Blackout News
Verwendete Quellen: NDR (12.09.26) – Tagesschau (12.09.26)
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