-
Pforzheim vor Einschnitt – Witzenmann streicht 230 Jobs
Die Witzenmann-Gruppe, ein Hersteller von flexiblen Metallschläuchen, Kompensatoren und Leitungssystemen für Industrie- und Fahrzeuganwendungen, will in Pforzheim rund 230 Stellen abbauen. Dabei verhandelte die Geschäftsleitung des Unternehmens mit Gewerkschaft und Betriebsrat, weil Kündigungen die Ausnahme bleiben sollen. Zum Standortverbund gehören auch Kieselbronn und Remchingen, dort arbeiten derzeit 1.650 Mitarbeiter (bnn: 29.01.26). Freiwilligenmodell soll Standort Pforzheim
-
Smart Meter – nach dem Einbau beginnt für viele Kunden erst der Ärger
Ein Smart Meter im Zählerschrank klingt nach modernem Strommarkt. Danach folgt für viele Kunden jedoch erst der Ärger, weil nutzbare Messwerte fehlen. Oft stockt die Marktkommunikation, und der Messstellenbetreiber liefert Daten nicht zeitnah weiter. Dynamische Stromtarife lassen sich dann nicht korrekt abrechnen. Konrad Schade, Chief Commercial Officer von Rabot Energy, sagt: „Einige unserer Kunden warten
-
Gasmangel – die Situation spitzt sich immer mehr zu
Die Energiesituation in Deutschland verschärft sich und das Risiko eines Gasmangels steigt spürbar. Am 30.01.2026 lagen die deutschen Gasspeicher bei rund 32,75 %, das entspricht etwa 82,3 TWh gespeicherter Energie (risknet: 01.02.26). Dieses Niveau bewegt sich nahe an der gesetzlichen Mindestmarke von 30 % zum 1. Februar. Das ist kritisch, weil Speicher im Winter die
-
Feuerstätte als Backup – Norwegens Bauvorschrift schreibt zweite Heiz-Option für Stromausfall vor
In Norwegen heizen rund 73 Prozent der Haushalte mit Strom. Genau das macht viele Gebäude bei einem Blackout verwundbar. Bei längeren Stromausfällen bricht die Wärmeversorgung schnell ein. Norwegen schreibt deshalb in der Bauvorschrift TEK17 für Neubauten einen Schornstein vor, der ausdrücklich für die spätere Montage einer stromunabhängigen Feuerstätte ausgelegt sein muss. Schornsteinpflicht schafft Reserve, wenn
-
Nach Terroranschlag in Berlin: Bundesregierung kennt kritische Knotenpunkte im Stromnetz nicht
Der Terroranschlag auf eine Kabelbrücke im Berliner Südwesten führte zu einem großflächigen Stromausfall. Die Instandsetzung der beschädigten Verbindung dauerte mehrere Tage. In dieser Zeit mussten zahlreiche Bewohner in Steglitz-Zehlendorf ohne Strom auskommen und vielerorts blieb auch die Heizung kalt. Weil der Angriff eine zentrale Verbindung im Berliner Stromnetz traf, fielen die Folgen besonders schwer aus
Blackout News auf Social Media
-
Heimspeicher im Visier – Bundesnetzagentur plant neue Netzentgelt-Pflicht
Die Bundesnetzagentur will Batteriespeicher künftig an den Netzkosten beteiligen und sie stellt damit eine zentrale Ausnahmeregel infrage. Davon können auch Heimspeicher betroffen sein, obwohl sie deutlich kleiner sind als Großspeicher. Bislang waren neu eingerichtete, netzgekoppelte Speicher für 20 Jahre von Netzentgelten befreit, jedoch soll diese Befreiung nicht mehr fortbestehen (t-online: 26.01.26) Ende der Sonderrolle für
-
Deindustrialisierung läuft auf Hochtouren – Konzerne flüchten reihenweise nach Osteuropa
In Deutschland schließen Werke, während Konzerne neue Kapazitäten in Osteuropa aufbauen. Das betrifft längst nicht mehr nur Zulieferer oder einzelne Standorte. Auch große DAX-Konzerne verlagern Produktion und Investitionen. Damit wandern Jobs, Lieferketten und Industrie-Know-how Schritt für Schritt ab. Ungarn zieht die meisten Unternehmen an (berliner-zeitung: 29.01.26). DAX-Konzerne investieren Milliarden in Osteuropa BMW steht für den
-
Deutschland subventioniert grünen Wasserstoff aus Dänemark mit 1,3 Milliarden Euro
Deutschland setzt beim Wasserstoff weiter auf große Versprechen, denn der Bund will grünen Wasserstoff aus Dänemark mit 1,3 Milliarden Euro absichern. Die Förderung zielt auf eine Pipeline, die ab 2030 liefern soll. Gleichzeitig bricht im Inland ein Projekt nach dem anderen weg, sodass sich die weiteren Subventionen wie ein Risiko für Steuerzahler und Industrie lesen
-
Spionage auf Rädern – Polen begrenzt den Aktionsradius chinesischer E-Autos
Polen richtet seine neuen Sicherheitsregeln ausdrücklich gegen chinesische Elektroautos, weil vernetzte Fahrzeuge große Datenmengen erzeugen und übertragen. Kameras, Sensoren und Radarsysteme registrieren Umgebung, Routen und Fahrmuster. Aus Sicht des Verteidigungsministeriums kann genau diese Datenspur für Spionage relevant werden, wenn Zugriff und Datenabfluss nicht sicher kontrolliert sind. Deshalb setzt Warschau bei Sicherheitszonen und digitalen Schnittstellen an:
-
Kein Gas aus Katar – Habecks Energiepartnerschaft liefert bis heute kein LNG
Die Energiepartnerschaft, die Habeck 2022 nach seinen Verhandlungen mit Katar medienwirksam ankündigte, bringt Deutschland bis heute kein LNG. Das Wirtschaftsministerium bestätigt gegenüber Apollo News: Deutschland beziehe derzeit „kein LNG aus Quatar“. Konkrete Lieferzusagen nennt das Haus nicht. Stattdessen reduziert sich die Bilanz der Verhandlungen laut Ministerium auf ein Arbeitsgruppentreffen und einen virtuellen Workshop (apollo-news: 24.01.26).
-
Merz erklärt Windkraft zur Übergangstechnologie – und verkauft Kernfusion als Ausweg
Friedrich Merz nennt Windkraft eine Übergangstechnologie, obwohl gerade der Ausbau von Offshore-Anlagen und Netzen für Jahrzehnte geplant werden. Dennoch verknüpft er den Ausbau mit einer großen Zukunftserzählung. Er sagt, Deutschland solle „den ersten Fusionsreaktor der Welt ans Netz nehmen“. Gleichzeitig bleiben Strompreise für viele Haushalte hoch, und die Zustimmung zum Windkraftausbau bröckelt in Teilen der
-
Kleiner Nager legt kompletten Windpark lahm
Ein kleiner Nager, vermutlich eine Maus, hat einen kompletten Windpark in Hilchenbach lahmgelegt. Seit Mitte Januar steht der Windpark Rothaarwind 1 mit fünf Windkraftanlagen im Kreis Siegen-Wittgenstein still, weil ein Kurzschluss ein Umspannwerk beschädigt hat. Der Netzbetreiber spricht von einem kleinen Nagetier als Verursacher und vermutet dabei eine Maus. Der Betreiber rechnet bereits mit einem
-
Bundesnetzagentur will Netzbetreiber an den Energiewende-Pranger stellen
Die Bundesnetzagentur will Netzbetreiber nach „Energiewendekompetenz“ bewerten und die Werte veröffentlichen. Das ist weniger ein technisches Steuerungsinstrument als öffentlicher Druck auf kritische Infrastruktur, weil ein Ranking reputationswirksam wirkt. Zugleich bleibt eine Praxisgröße außen vor: eine Kennzahl zur Standardisierung von Netzanschlüssen und IT-Prozessen, obwohl Anbieter genau dort einen zentralen Engpass benennen (welt: 26.01.26). Transparenz wird zur
-
Brandbrief – wie die Atommüll-Behörde BASE laut Politik macht statt Endlager zu suchen
Beim Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) häufen sich Signale, dass die Behörde ihre Kernaufgabe aus dem Blick verliert. Sie soll die Endlagersuche vorantreiben, aber sie kommuniziert zunehmend wie ein Akteur in der Energiepolitik. Das ist problematisch, denn eine Fachbehörde darf nicht missionieren, sondern muss nüchtern arbeiten. Genau deshalb wirkt der jüngste Konflikt
-
Frostschäden nach Berliner Blackout – Experte schätzt 60 Prozent defekte Wärmepumpen
Der Berliner Stromausfall Anfang Januar 2026 traf den Südwesten der Stadt in einer Phase strenger Kälte. In Berlin wurden in den betroffenen Nächten Temperaturen bis minus 10 Grad gemessen. Die Minusgrade erhöhten das Risiko von Frostschäden, weil stillstehende Heizkreisläufe auskühlen und gefrieren können. Deshalb warnte der Wärmepumpen-Sachverständige Jens Dietrich vor massiven Ausfällen und nannte eine















