Zwei Tote bei Elektroauto-Brand – Identifizierung nur per DNA-Analyse möglich

Neuruppin – Bei einem Elektroauto-Brand nach einem schweren Unfall sind am Freitagabend, 18. September, zwei Menschen ums Leben gekommen. Der elektrische Škoda kam gegen 19.30 Uhr zwischen Krangen und Zermützel von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Danach geriet das Fahrzeug in Brand und brannte vollständig aus. Ein entwurzelter Baum versperrte außerdem den direkten Zugang zum Wrack. Die beiden Insassen starben im Fahrzeug, während das Feuer ihre Körper so stark beschädigte, dass eine sichere Identifizierung zunächst nicht möglich war.

Beim Elektroauto-Brand bei Neuruppin sterben zwei Menschen. Das Feuer zerstört die Körper so stark, dass eine DNA-Analyse nötig ist
Beim Elektroauto-Brand bei Neuruppin sterben zwei Menschen. Das Feuer zerstört die Körper so stark, dass eine DNA-Analyse nötig ist
Bild: Shutterstock

Elektroauto-Brand erschwert Rettung der Insassen

Der Aufprall fiel offenbar so heftig aus, dass der Wagen einen Alleebaum samt Wurzelwerk aus dem Boden riss. Als die Feuerwehr eintraf, stand der Škoda bereits vollständig in Flammen. Die Einsatzkräfte mussten deshalb zunächst Teile des umgestürzten Baums beseitigen. Erst danach konnten sie unmittelbar am ausgebrannten Fahrzeug arbeiten.

Für die beiden Insassen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Feuerwehr barg die erste Person gegen 22.30 Uhr aus dem Wrack. Etwa 15 Minuten später folgte die zweite Bergung. Das Feuer hatte die Körper allerdings so stark zerstört, dass eine Identifizierung anhand äußerer Merkmale zunächst nicht möglich war.


DNA-Analyse soll Identität der Toten klären

Nach dem Elektroauto-Brand erhielten die Ermittler über das Kennzeichen einen ersten Hinweis auf eines der möglichen Opfer. Das Fahrzeug ließ sich einem 22-Jährigen aus Neuruppin zuordnen. Die Polizei informierte deshalb dessen Eltern. Dennoch steht bislang nicht zweifelsfrei fest, ob der junge Mann tatsächlich in dem Wagen saß.

Die Rechtsmedizin soll nun mithilfe einer DNA-Analyse Gewissheit schaffen. Auch die Identität des zweiten Insassen blieb zunächst ungeklärt. Die starke Hitze und die vollständige Zerstörung des Innenraums erschweren die Arbeit der Ermittler zusätzlich. Deshalb müssen sie auf forensische Verfahren zurückgreifen.

Hochvoltbatterie nach dem Brand schwer beschädigt

Das ausgebrannte Fahrzeug blieb nach dem Elektroauto-Brand zunächst über Nacht am Unfallort. Die Hochvoltbatterie hatte bei dem schweren Unfall erhebliche Schäden erlitten. Deshalb konnte ein gewöhnlicher Abschleppdienst das Wrack nicht ohne Weiteres bergen. Ein Spezialunternehmen übernahm den Abtransport erst später unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen.

Ob die Batterie das Feuer ausgelöst hat, ist bislang nicht geklärt. Gesichert ist lediglich, dass das Elektroauto nach der Kollision brannte und anschließend vollständig ausbrannte. Die Kriminalpolizei untersucht deshalb weiterhin den genauen Unfallhergang. Außerdem sicherte ein Sachverständiger Spuren und vermass die Unfallstelle.


Unfallursache weiterhin ungeklärt

Noch ist offen, warum der Škoda von der Fahrbahn abkam. Die Ermittler veröffentlichten bislang weder Hinweise auf überhöhte Geschwindigkeit noch auf einen technischen Defekt. Deshalb bleibt auch unklar, wie schnell sich das Feuer nach dem Aufprall entwickelte. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin begleitet die weiteren Untersuchungen.

Der Sachschaden liegt nach bisherigen Angaben bei rund 40.000 Euro. Entscheidend sind jedoch die Folgen für die beiden Insassen, deren Identität erst durch rechtsmedizinische Untersuchungen geklärt werden kann. Der schwere Brand erschwerte sowohl die Rettung als auch die spätere Identifizierung erheblich. Erst die DNA-Analyse soll nun zweifelsfrei klären, wer in dem ausgebrannten Elektroauto starb.

Verfasser: Blackout News
Verwendete Quellen: Elektroauto geht in Flammen auf, zwei Tote – Zwei Tote! E-Auto wird zur Feuerfalle – Unfall mit zwei Toten im E-Auto: Die Polizei hat neue Erkenntnisse

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