Bei Kitzingen in Unterfranken hat am Samstagabend gegen 18.50 Uhr ein über 100 Meter hohes Windrad nahe der Autobahn A7 Feuer gefangen. Mehrere Verkehrsteilnehmer bemerkten starken Rauch an der Turbine und alarmierten deshalb die Einsatzkräfte. Kurz nach dem Eintreffen der Feuerwehr stand die Anlage in Flammen, während die Höhe der Turbine eine direkte Brandbekämpfung verhinderte. Polizei und Feuerwehr sperrten den Bereich großräumig ab, weil herabfallende Teile Menschen gefährden konnten. Die A7 blieb zwischen den Anschlussstellen Kitzingen und Marktbreit rund zwei Stunden gesperrt. Autofahrer mussten während des Einsatzes über eine Umleitung ausweichen. Der Zeitpunkt zu Beginn der Pfingstferien in Bayern verschärfte die Verkehrsbelastung zusätzlich (br24: 24.05.26).
Feuerwehr kann Brand in großer Höhe nicht löschen
Die örtlichen Feuerwehren rückten mit einem Großaufgebot zum Windrad aus. Sie konnten jedoch nicht wie bei einem gewöhnlichen Brand eingreifen. Das Feuer brannte in einer Höhe von mehr als 100 Metern. Deshalb erreichten die verfügbaren Geräte die brennende Turbine nicht.

Auch ein Einsatz im Inneren der Anlage kam nicht infrage. Die Gefahr für die Feuerwehrleute war dafür zu hoch. Ein Feuerwehrsprecher erklärte deshalb: „Das heißt, in diesem Fall bleibt uns nichts anderes übrig, als Abstand zu halten und die Lage zu beobachten.“ Die Einsatzkräfte konzentrierten sich auf Absicherung und Kontrolle.
Autobahn A7 zwischen Kitzingen und Marktbreit blockiert
Die Polizei sperrte die A7 zwischen Kitzingen und Marktbreit aus Sicherheitsgründen. Rauch, Flammen und mögliche Trümmer gefährdeten den Verkehr. Die Autobahn verläuft in direkter Nähe zum brennenden Windrad. Deshalb leitete die Polizei Fahrzeuge über andere Strecken um.
Die Sperrung dauerte rund zwei Stunden. Der Zeitpunkt traf viele Reisende ungünstig, weil in Bayern die Pfingstferien begonnen hatten. Auf wichtigen Fernverbindungen nimmt der Verkehr dann deutlich zu. Außerdem verstärkte die Umleitung die Belastung im umliegenden Straßennetz.
Polizei warnt vor herabfallenden Teilen am Windrad
Nach dem Brand sperrte die Polizei den Bereich rund um die Brandstelle weiträumig ab. Niemand sollte sich unter das beschädigte Windrad begeben. Dort drohten weitere Teile aus großer Höhe herabzufallen. Deshalb warnte die Polizei eindringlich vor dem Betreten des abgesperrten Bereichs.
Die Warnung galt besonders für Schaulustige. Wer Absperrungen ignoriert, riskiert schwere Verletzungen. Herabfallende Bauteile können aus großer Höhe kaum berechenbar einschlagen. Außerdem erschwert jedes Betreten des Gefahrenbereichs die Arbeit der Einsatzkräfte.
Brand zeigt Grenzen der Gefahrenabwehr bei Windkraftanlagen
Der Einsatz bei Kitzingen zeigt ein grundsätzliches Problem bei Bränden an hohen Windkraftanlagen. Feuerwehrleute können solche Anlagen oft nicht direkt löschen. Sie müssen Abstand halten, während die Turbine kontrolliert abbrennt oder das Feuer nachlässt. Deshalb zählt in solchen Fällen vor allem die schnelle Sperrung des Umfelds.
Für Verkehr und Anwohner entstehen dadurch sofort spürbare Folgen. Eine brennende Anlage kann Straßen, Wege und Flächen in der Umgebung blockieren. Bei Kitzingen traf es eine wichtige Autobahn-Verbindung. Die genaue Brandursache blieb zunächst offen, während die Polizei die weiteren Ermittlungen übernahm.
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