In Krefeld-Uerdingen schließt die Chemiefirma Venator Ende Mai ihren Standort im Chempark, nachdem der Insolvenzverwalter keinen Käufer fand und die Produktion dort bereits seit September 2025 stillstand. Deshalb verlieren mehr als 380 Beschäftigte ihre Arbeit. Damit endet für den Standort eine monatelange Suche nach einer tragfähigen Lösung. Ausschlaggebend war der gescheiterte Verkaufsprozess. Für die Belegschaft bleibt deshalb vor allem der Wechsel in eine Transfergesellschaft (wdr: 20.05.26).
Gescheiterter Verkauf beendet die Hoffnung auf Fortführung
Der Standort galt seit Monaten als unsicher, weil Venator nach der Insolvenz keine stabile Perspektive mehr hatte. Deshalb suchte der Insolvenzverwalter nach Investoren. Diese Gespräche führten jedoch nicht zu einem tragfähigen Abschluss.

Mit dem Scheitern des Verkaufs entfällt die Grundlage für eine Fortführung in Krefeld-Uerdingen. Der Betrieb soll deshalb zum Monatsende schließen. Zugleich trifft die Entscheidung einen traditionsreichen Chemieplatz am Niederrhein.
Produktion ruhte bereits seit September
Die Stilllegung kommt für viele Beschäftigte nicht völlig überraschend, denn die Produktion lief bereits seit September 2025 nicht mehr. Dadurch hatte der Standort schon vor der endgültigen Entscheidung seine industrielle Funktion weitgehend verloren. Außerdem fehlte ohne laufende Produktion eine wichtige Basis für mögliche Investoren.
Venator gehört in Krefeld zum Umfeld des Chemparks Uerdingen. Dort hängt jeder größere Einschnitt direkt an Arbeitsplätzen, Zulieferern und regionaler Industriekompetenz. Deshalb hat die Schließung nicht nur betriebliche Folgen, sondern auch Gewicht für den Industriestandort Krefeld.
Transfergesellschaft soll Beschäftigte auffangen
Für die betroffenen Beschäftigten soll eine Transfergesellschaft den Übergang erleichtern. Sie unterstützt bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen. Zugleich kann sie Qualifizierung und Vermittlung bündeln.
Die Maßnahme kann den Jobverlust jedoch nicht verhindern. Sie soll den Absturz nach der Werksschließung abfedern. Deshalb bleibt für viele Mitarbeiter nur ein geordneter Wechsel aus dem Unternehmen heraus.
Chemiebranche verliert weiteren Standort
Der Fall Venator zeigt zugleich, wie hart Insolvenzverfahren industrielle Standorte treffen können. Ohne Investor bleibt selbst ein etablierter Chemieplatz verwundbar. Besonders kritisch wirkt sich aus, wenn Produktion, Liquidität und Käuferinteresse gleichzeitig fehlen.
Für Krefeld-Uerdingen endet damit ein weiterer Abschnitt industrieller Wertschöpfung. Mehr als 380 Jobs fallen weg. Außerdem verliert der Chempark einen Betrieb, der lange zum chemischen Profil des Standorts gehörte.
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