Bei einem schweren Arbeitsunfall an einer im Bau befindlichen Windkraftanlage in Birstein-Fischborn im Main-Kinzig-Kreis sind am Morgen, des 25. Februar, zwei 32 Jahre alte Arbeiter ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich gegen 5 Uhr im Inneren des Turms nahe der Bundesstraße 276 zwischen Fischborn und Wüstwillenroth. Nach ersten Erkenntnissen kam es zu einem Absturz eines Arbeitskorbs aus großer Höhe, in dem sich die beiden Männer befanden. Andere Beschäftigte hörten den Aufprall und setzten den Notruf ab. Der Vorfall löste einen Großeinsatz aus, außerdem nahmen die Behörden Ermittlungen zur Unfallursache auf (op-online: 26.02.26).
Ermittlungen nach Absturz im Turm laufen auf Hochtouren
Die Polizei untersucht derzeit, warum der Arbeitskorb im Inneren der Anlage abstürzte. Ein externer Gutachter unterstützt die Analyse, deshalb konzentrieren sich die Ermittler auf technische Abläufe und mögliche Sicherheitsmängel. Ziel ist die genaue Rekonstruktion des Unfallhergangs. Die Einsatzkräfte sicherten den Bereich, während Spezialisten erste Spuren dokumentierten.

Der Arbeitskorb diente dazu, Arbeiten im Turm durchzuführen, jedoch kam es aus bislang ungeklärter Ursache zum Absturz. Die beiden Männer starben noch am Unfallort. Kollegen befanden sich ebenfalls auf der Baustelle, während der Unfall passierte, sie blieben jedoch unverletzt. Die Polizei machte zunächst keine Angaben zu möglichen technischen Defekten oder Bedienfehlern.
Anlage noch im Bau – Arbeiten im Inneren gelten als riskant
Die betroffene Windkraftanlage befindet sich weiterhin in der Bauphase. Aktuell steht nur der Turm, während Generator und Rotorblätter noch nicht montiert sind. Arbeiten im Inneren solcher Türme gelten als anspruchsvoll, da enge Platzverhältnisse und große Höhen besondere Sicherheitsmaßnahmen erfordern. Gerade in dieser Bauphase kommen häufig Hebe- und Transportvorrichtungen zum Einsatz, deshalb spielt deren Funktionsfähigkeit eine zentrale Rolle.
Das Windkraftprojekt Fischborn zählt zu den größten genehmigten Vorhaben dieser Art im Zuständigkeitsbereich des Regierungspräsidiums Darmstadt. Mehrere Anlagen sollen dort entstehen, während die Bauarbeiten seit dem offiziellen Start im September 2025 laufen. Damals nahmen rund 75 Vertreter beteiligter Unternehmen am symbolischen ersten Spatenstich teil. Der tödliche Vorfall belastet den weiteren Projektverlauf, zugleich rückt die Arbeitssicherheit stärker in den Fokus.
Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei
Am Mittwochmorgen rückten zahlreiche Einsatzkräfte zur Windenergieanlage aus. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sicherten den Bereich und übernahmen die Koordination vor Ort. Die Rettungskräfte konnten den beiden Männern jedoch nicht mehr helfen. Parallel regelten Beamte den Zugang zur Baustelle, damit Ermittler ungestört arbeiten konnten.
Der Einsatz dauerte mehrere Stunden, während Fachkräfte die Situation im Turm überprüften. Solche Einsätze erfordern eine enge Abstimmung zwischen Rettungskräften und Technikern, weil die Arbeit in großer Höhe zusätzliche Risiken birgt. Die Behörden wollen nun klären, ob organisatorische oder technische Faktoren den Unfall ausgelöst haben. Bis zum Abschluss der Untersuchungen bleibt offen, welche Konsequenzen der Vorfall für die weiteren Bauarbeiten haben wird.
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