Mobiler Atomreaktor soll in China KI-Rechenzentren mit Strom versorgen

China hat in Hefei einen Prototyp vorgestellt, den Forscher der Chinesischen Akademie der Wissenschaften für den Transport per Lkw entwickeln. Ein mobiler Atomreaktor soll rund 10 Megawatt elektrische Leistung liefern und KI-Rechenzentren, abgelegene Regionen sowie Schiffe über Jahrzehnte mit Strom versorgen. Auslöser ist der steigende Energiebedarf durch künstliche Intelligenz und mobile Infrastruktur. Unklar bleibt jedoch, wie China Transport, Kühlung, Abschirmung und Zulassung konkret absichern will (telepolis: 02.05.26).


Mobiler Atomreaktor soll Strom per LKW direkt zum Verbraucher bringen

Der Prototyp soll ein mittelgroßes KI-Rechenzentrum versorgen können. Zugleich richtet sich das Konzept an Orte ohne stabile Netze. Deshalb passt die Anlage in Chinas Strategie, Energie per LKW näher an große Verbraucher zu bringen.

Mobiler Atomreaktor aus China soll KI-Rechenzentren und abgelegene Standorte mit 10 Megawatt Strom versorgen
Mobiler Atomreaktor aus China soll KI-Rechenzentren und abgelegene Standorte mit 10 Megawatt Strom versorgen

Die Entwickler sprechen von einer kompakten Energiequelle. Sie soll auf eine Fahrzeugplattform passen und flexibel verlegt werden. Der mobile Atomreaktor könnte damit auch für abgelegene Industrieanlagen interessant werden.

Offene Technikdaten erschweren die Einordnung

Die Forscher nennen bisher keinen genauen Reaktortyp. Auch Kühlmittel und Brennstoffart bleiben unbekannt. Deshalb lässt sich die technische Auslegung nur begrenzt bewerten.

Das Institut in Hefei arbeitet bereits an Blei-Wismut-Reaktoren. Ein Zusammenhang liegt deshalb nahe. Bestätigt haben die Entwickler diese Verbindung jedoch nicht.


Langer Betrieb ohne Brennstoffwechsel geplant

Der Reaktor soll mehrere Jahrzehnte ohne Nachladen arbeiten. Das würde Wartung und Versorgung deutlich vereinfachen. Zugleich steigen dadurch die Anforderungen an Material, Abschirmung und Überwachung.

Der mobile Atomreaktor bleibt vorerst ein Prototyp. Einen Zeitplan für Zertifizierung oder Serienfertigung nennen die Entwickler nicht. Dennoch zeigt das Projekt, wie stark KI, Industrie und Kernenergie künftig zusammenrücken könnten.

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