Helgoland ist seit Mittwoch, 16. September, 14 Uhr, von seiner regulären Stromverbindung zum Festland getrennt. Das Seekabel wurde für den Anschluss eines neu verlegten Abschnitts bei St. Peter-Ording abgeschaltet. Deshalb versorgen Dieselaggregate die Nordseeinsel seit Mittwochnachmittag vollständig mit Strom. Am heutigen Donnerstag, 17. September, kommt eine weitere Einschränkung hinzu. Zwischen etwa 8 und 20 Uhr soll die reguläre Internet-, Mobilfunk- und Festnetzverbindung für rund zehn Stunden unterbrochen sein. Bewohner, Betriebe und Besucher müssen deshalb auch mit Problemen bei Kartenzahlungen rechnen. Notrufe sollen jedoch weiterhin möglich bleiben.

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Helgoland wegen Umbau des Seekabels vom Festlandstrom getrennt
Der Umbau wurde notwendig, weil die Verbindungsmuffe am Strand von St. Peter-Ording mehrfach durch die Gezeiten freigespült worden war. Deshalb verlegt SH Netz den Übergang zwischen See- und Erdkabel rund 700 Meter weiter landeinwärts. Der neue Kabelabschnitt liegt zudem etwa drei Meter tief im Boden.
Die Vorarbeiten hatte der Netzbetreiber bereits vor der Abschaltung vom Festlandstrom abgeschlossen. Seit Mittwoch setzen Techniker neue Verbindungsmuffen und binden den Abschnitt in das bestehende Netz ein. Dabei richten sich einzelne Arbeitsschritte jedoch nach Ebbe und Flut.
Dieselaggregate versorgen das komplette Inselnetz
Helgoland bleibt während des Umschlusses trotz der Trennung vom Festland mit Strom versorgt. Die Versorgungsbetriebe Helgoland betreiben dafür ihre Dieselaggregate und speisen damit das gesamte Inselnetz. Bereits im Januar hatte die Insel diese Ersatzversorgung bei einer geplanten Blackout-Simulation getestet.
Das Seekabel transportiert jedoch nicht nur elektrische Energie. Es führt zugleich einen Lichtwellenleiter für die Telekommunikation zur Insel. Deshalb sollen am heutigen Donnerstag Internet, Festnetz und Mobilfunk weitgehend gleichzeitig ausfallen.
Kartenzahlung und digitale Dienste können heute ausfallen
Die Unterbrechung betrifft deshalb auch Hotels, Restaurants, Geschäfte und andere Betriebe. Ohne reguläre Datenverbindung können zahlreiche internetabhängige Systeme zeitweise nicht funktionieren. FRS Helgoline hatte Besucher deshalb bereits aufgefordert, ausreichend Bargeld mitzunehmen.
Auch Touristen müssen heute mit Einschränkungen bei WLAN, Messengerdiensten und anderen Online-Angeboten rechnen. Die Telekom will allerdings eine begrenzte Ersatzversorgung über Satellitenverbindungen bereitstellen. Die reguläre Datenanbindung über das Festland bleibt während der Arbeiten jedoch unterbrochen.
Helgoland bleibt bis Freitag im Inselbetrieb ohne Festlandstrom
Vor dem Anschluss an das Festland hatte Helgoland seinen Strom vollständig auf der Insel erzeugt. Erst 2009 ging die mehr als 50 Kilometer lange Kabelverbindung durch die Nordsee in Betrieb. Die vorhandenen und später ergänzten Dieselaggregate dienen seitdem als Reserve für Störungen und Wartungsarbeiten.
Der Inselbetrieb soll noch bis Freitag, 18. September, 14 Uhr, dauern. Bis dahin bleibt die Insel unabhängig vom Festlandnetz und vollständig auf ihre eigene Stromerzeugung angewiesen. Anschließend soll das Seekabel wieder regulär Strom und Daten zwischen Festland und Insel übertragen.
Verfasser: Blackout News
Verwendete Quellen: teltarif (15.09.26) – Die Zeit (14.09.26)
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