Die deutsche Regierung hat beschlossen, eine Preisbremse für Heizstrom einzuführen. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, den Anstieg der Energiekosten für Verbraucher zu begrenzen. Mit der neuen Regelung werden die Preise für Heizstrom auf maximal 28 Cent pro Kilowattstunde begrenzt. Die Regelung wird für Nutzer von Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen gelten (Spiegel: 05.04.23).
Heizstrom in Deutschland: Regierung beschließt umstrittene Preisbremse
Heizstrom ist eine wichtige Energiequelle für viele Haushalte in Deutschland, insbesondere für diejenigen, die nicht über eine Gas- oder Ölheizung verfügen. Allerdings sind die Kosten für Heizstrom in den letzten Jahren stetig gestiegen, was für Verbraucher zu einer erheblichen finanziellen Belastung geworden ist. Die Preisbremse soll daher dazu beitragen, die Belastung für die Verbraucher zu verringern.
Die Maßnahme ist jedoch nicht unumstritten. Einige Kritiker argumentieren, dass eine Preisbremse den Wettbewerb beeinträchtigen und Investitionen in erneuerbare Energien behindern könnte. Andere wiederum begrüßen die Maßnahme als wichtigen Schritt, um die Energiekosten für Verbraucher zu begrenzen.
Strompreis verhindert Amortisation von Wärmepumpen – Betriebskosten steigen über fossile Alternativen
Doch die Regierung musste reagieren, denn die mantraartige Wiederholung, dass sich die höheren Anschaffungskosten einer Wärmepumpe über die günstigeren Betriebskosten über die Laufzeit amortisieren, wurde bereits in mehreren Modellrechnungen widerlegt (Morgenpost: 20.02.23).
Grund dafür sind die nach wie vor sehr hohen Strompreise, während sich die Heizöl- und Gaspreise bereits wieder normalisiert haben. Demnach übersteigen die Betriebskosten einer Wärmepumpe ab einem Strompreis von ca. 38 Cent die der fossilen Alternativen. Dazu kommen dann auch bei einer Wärmepumpe noch höhere Wartungskosten und eine geringere zu erwartende Lebensdauer (Blackout-News: 04.04.23).