Heizkosten 2026 steigen deutlich – Heizöl wird bis zu 28 Prozent teurer

Die Heizkosten entwickeln sich 2026 für deutsche Haushalte sehr unterschiedlich, wie der neue bundesweite Heizspiegel zeigt. Besonders teuer wird Heizöl, das bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus voraussichtlich 28 Prozent mehr kostet als 2025. Hauptursachen sind die stark gestiegenen Ölpreise infolge des Iran-Kriegs und der angespannten Versorgungslage. Zusätzlich verteuert der CO2-Preis fossile Brennstoffe, während höhere Pelletpreise vor allem auf den knappen Holzmarkt zurückgehen. Erdgas könnte im Jahresdurchschnitt dagegen zunächst günstiger werden, jedoch könnten gestiegene Großhandelspreise später bei den Verbrauchern ankommen.

Heizkosten ziehen 2026 stark auseinander: Heizöl verteuert sich um bis zu 28 Prozent, Pellets ebenfalls deutlich
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Heizkosten steigen bei Öl und Pellets besonders stark

Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern prognostiziert co2online bei Heizöl Kosten von 2.745 Euro. Im vergangenen Jahr waren es noch 2.145 Euro, deshalb beträgt der Anstieg 28 Prozent. Holzpellets verteuern sich ebenfalls deutlich von 1.415 auf 1.740 Euro und damit um 23 Prozent.

Auch kleinere Wohnungen trifft die Entwicklung, allerdings fällt der absolute Betrag geringer aus. Bei einer 70-Quadratmeter-Wohnung steigen die Ölkosten laut Prognose von 1.030 auf 1.275 Euro. Das entspricht 24 Prozent mehr, während Pellets um 17 Prozent auf 860 Euro steigen. Der aktuelle Pelletpreis bestätigt außerdem den starken Anstieg: Das Deutsche Pelletinstitut nennt für September bundesweit 454,21 Euro je Tonne bei sechs Tonnen Abnahme.


CO2-Preis verteuert Öl und Gas zusätzlich

Ein zusätzlicher Faktor für die Heizkosten fossiler Anlagen ist 2026 die CO₂-Bepreisung. Der nationale Emissionshandel sieht erstmals einen Preiskorridor zwischen 55 und 65 Euro je Tonne Kohlendioxid vor. Im Jahr 2025 galt dagegen noch ein Festpreis von 55 Euro. Bei Heizöl kann der CO₂-Aufschlag deshalb 2026 einschließlich Mehrwertsteuer bis zu 20,70 Cent je Liter erreichen.

Bei einem Verbrauch von 2.000 Litern Heizöl entstehen dadurch laut Verbraucherberechnungen zwischen 349 und 412 Euro CO₂-Kosten pro Jahr. Dagegen sind es bei einer Gasheizung mit 20.000 Kilowattstunden Verbrauch etwa 263 bis 311 Euro. Die CO₂-Bepreisung erklärt den starken Ölpreisanstieg jedoch nicht allein, denn der wesentlich größere kurzfristige Effekt kommt 2026 vom Rohölmarkt.


Gas wird zunächst günstiger – doch die Entlastung bleibt unsicher

Erdgas bildet 2026 zunächst die Ausnahme unter den verbreiteten Heizsystemen. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus prognostiziert der Heizspiegel einen Rückgang von 2.040 auf 1.930 Euro. Das entspricht fünf Prozent weniger, während bei einer 70-Quadratmeter-Wohnung ein Minus von vier Prozent erwartet wird. Ein Grund dafür ist der Wegfall der Gasspeicherumlage seit Januar 2026.

Die Heizkosten könnten bei Gas jedoch später wieder anziehen, weil gestiegene Großhandelspreise oft zeitverzögert in Endkundentarife einfließen. Außerdem bleibt der CO₂-Preis ein zusätzlicher Bestandteil der Rechnung für Gas und Öl. Für Haushalte entscheidet deshalb nicht nur die Heiztechnik über die tatsächliche Belastung, sondern auch Gebäudezustand, Verbrauch, Tarif und Brennstoffpreis. Der Heizspiegel liefert Durchschnittswerte und Prognosen, keine individuelle Abrechnung.

Verfasser: Blackout News
Verwendete Quellen: Heizkosten steigen 2026: So teuer sind Öl, Gas und Wärmepumpe – Heizkosten steigen 2026 laut Prognose an – Heizen wird teurer: neuer Heizspiegel zeigt Sparpotenziale von bis zu 1.000 Euro pro Jahr

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