China führt zum 1. Januar 2026 einen verbindlichen Standard ein, der den Stromverbrauch neuer Elektro-Pkw begrenz. Die Regierung will admit die Effizienz technisch und fiskalisch durchsetzen. Hersteller müssen ihre Modelle nach Gewicht und Technik auslegen, damit die Energieeffizienz nachweisbar wird und Käufer weiter von Steuerbefreiung profitieren können. Die Grenzwerte erhöhen den Entwicklungsdruck, weil Antrieb, Software und Batterietechnik messbar effizienter werden müssen, damit die Vorgaben im Testzyklus sicher eingehalten werden (globalchinaev: 27.12.25).
Stromverbrauch wird zum Kriterium für Steuerfreiheit
Die Vorgaben gelten ab sofort für neu produzierte Modelle, außerdem ersetzen sie frühere Empfehlungen durch rechtsverbindliche Limits. China staffelt die Obergrenzen nach Leergewicht und Fahrzeugkonzept, wodurch sich Effizienz nicht mehr über Ausstattungslisten kaschieren lässt. Für den Markt bedeutet das: Ein Modell, das den Stromverbrauch nicht einhält, verliert nicht nur Zulassungschancen, sondern auch finanzielle Attraktivität beim Verkauf.

Chinesische Medien berichten von einer Verschärfung um rund 11 Prozent, während neue Kennzahlen unterschiedliche Nutzungsszenarien berücksichtigen. Damit rückt der Wirkungsgrad des Gesamtsystems stärker in den Fokus, weil nicht ein einzelnes Bauteil entscheidet, sondern das Zusammenspiel aus Antrieb, Software und Thermik.
Grenzwerte nach Gewicht: CLTC verschiebt die Vergleichslogik
Für Elektro-Pkw mit etwa zwei Tonnen Leergewicht liegt der zulässige Maximalwert bei 15,1 kWh je 100 Kilometer im CLTC-Zyklus. CLTC liefert meist niedrigere Werte als WLTP, jedoch existiert keine feste Umrechnung. Als grobe Orientierung dürfte das Niveau in WLTP-Dimensionen etwa 18 bis 19 kWh je 100 Kilometer entsprechen, wobei die Obergrenzen je nach Gewicht deutlich variieren.
Leichtere Fahrzeuge müssen strengere Limits erfüllen, weshalb Hersteller den Strombedarf über Aerodynamik, Rollwiderstand und Regelstrategien senken. Hier gewinnt Akkutechnik an Bedeutung, weil Zellchemie, Pack-Layout und Thermomanagement den realen Verbrauch messbar beeinflussen.
Viele neue Modelle liegen schon unter den Limits
Aktuelle Marktdaten deuten darauf hin, dass zahlreiche neue Fahrzeuge die Anforderungen bereits erfüllen, obwohl die Vorgaben anspruchsvoller werden. Ein Tesla Model Y mit etwas über 1,8 Tonnen Leergewicht wird je nach Variante mit 11,2 bis 13,4 kWh pro 100 Kilometer nach CLTC ausgewiesen. Ein Xiaomi SU7 mit rund 1.980 Kilogramm liegt bei 12,3 kWh pro 100 Kilometer, und ein Luxeed R7 mit etwa 2.180 Kilogramm kommt auf 13,2 kWh pro 100 Kilometer.
Diese Werte zeigen, dass hohe Energieeffizienz technisch erreichbar ist, wenn Plattform und Software konsequent auf niedrige Verluste getrimmt werden. Gleichzeitig bleibt der Abstand zwischen Datenblatt und Alltag relevant, weshalb Hersteller ihre Systeme stabil über Temperaturbereiche und Fahrprofile optimieren müssen.
Steuerbefreiung als Hebel für den Massenmarkt
China verknüpft die Einhaltung der Grenzwerte mit steuerlichen Vorteilen, damit Effizienzziele im Kaufentscheid ankommen. Reine Elektro-Pkw müssen die Limits erfüllen, um weiterhin für Steuerbefreiung infrage zu kommen und genau dieser Mechanismus beschleunigt die Umstellung im Volumenmarkt. Für Anbieter mit knappen Margen zählt das besonders, weil fehlende Steuerfreiheit den Endpreis spürbar erhöht.
Der regulatorische Druck wirkt zudem entlang der Lieferkette, weil die geforderte Effizienz nur mit sauberer Systemintegration erreichbar ist. Verbesserungen in Leistungselektronik, Rekuperationslogik und Thermomanagement zahlen direkt auf den Stromverbrauch ein, während zusätzliche Fahrzeugmasse die Zielwerte verschärft.
Ältere Modelle müssen technisch nachziehen
Bei älteren Baureihen entsteht Handlungsbedarf, wenn sie die Limits überschreiten. Hersteller müssen dann Antriebsstrang, Software oder Struktur anpassen, damit die Verbrauchswerte wieder in den erlaubten Bereich fallen. Wenn das nicht gelingt, droht das Aus für das Modell, weil es unter den neuen Regeln nicht mehr marktfähig bleibt.
Damit wird Effizienz zu einem harten Selektionskriterium: Wer die Grenzwerte erreicht, sichert Absatz und Förderfähigkeit, während Nachzügler Entwicklungsbudgets und Produktzyklen neu priorisieren müssen. In der Praxis entscheidet oft die Qualität der Batterietechnik, weil sie Reichweite, Ladefenster und Verluste im Alltag zusammenführt.
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