Am 25. Mai 2026 brannten gegen 3.50 Uhr zwei Strommasten nahe Garching bei München. Die Polizei wertet die Spuren als Brandanschlag. Deshalb ermittelt der Staatsschutz. Teile von Ismaning hatten kurzzeitig keinen Strom. Der Angriff traf frei zugängliche Energieanlagen im Norden Münchens. Zudem prüfen Ermittler eine politische Motivation. Eine konkrete Tätergruppe nennen die Behörden bisher nicht (sueddeutsche: 26.05.26).
Zwei Strommasten brennen nahe Garching
Die Feuerwehr löschte beide Brände. Dennoch entstand Schaden an der Strominfrastruktur. Technische Ursachen gelten nach bisherigen Angaben nicht als naheliegend. Die Tatorte lagen im Umfeld von Garching und Ismaning.

Die Polizei sucht deshalb Zeugen. Im Fokus stehen Beobachtungen an der Ausfahrt Garching Nord. Außerdem sind Hinweise zur A9 und zur Freisinger Landstraße wichtig. Wald- und Feldwege zwischen Garching, Forschungszentrum und Isar zählen ebenfalls zum Suchbereich.
politische Motivation: Behörden prüfen den Hintergrund
Eine politische Motivation steht im Raum. Die Ermittler haben sich aber nicht auf ein Lager festgelegt. Deshalb bleibt eine direkte Zuordnung zu linksextremen Gruppen derzeit ungesichert. Ohne Bekennerschreiben oder Tatverdächtige bleibt die Bewertung offen.
Der Verdacht auf politische Motivation ergibt sich vor allem aus Ziel und Vorgehensweise. Die Tat richtete sich gegen Teile der Energieversorgung. Außerdem erinnert das Muster an frühere Angriffe auf kritische Infrastruktur. Solche Taten erzeugen mit geringem Aufwand hohe Störungen.
Parallelen zum Brandanschlag in Berlin
Besonders deutlich ist der Vergleich mit Berlin. Dort brannten am 9. September 2025 ebenfalls Strommasten. Danach fiel im Südosten der Hauptstadt großflächig der Strom aus. Während Garching nur begrenzte Folgen hatte, traf Berlin deutlich mehr Menschen.
In Berlin litten Haushalte, Betriebe und Verkehrssysteme unter dem Ausfall. Ampeln, Bahnverbindungen und Teile der Telekommunikation waren betroffen. Außerdem mussten Pflegeeinrichtungen reagieren. Der Fall zeigte deshalb, wie schnell ein Angriff auf Strommasten den Alltag ganzer Stadtteile trifft.
Offene Anlagen bleiben ein sensibles Ziel
Auch bei München lagen die angegriffenen Anlagen frei im Gelände. Deshalb können Täter solche Ziele vergleichsweise leicht erreichen. Netzbetreiber schützen zentrale Knotenpunkte stärker. Viele Masten in Wald- und Feldbereichen bleiben jedoch schwer dauerhaft zu überwachen.
Für Ballungsräume entsteht daraus ein Sicherheitsproblem. Stromausfälle treffen nicht nur Haushalte. Sie stören Verkehr, Kommunikation, Betriebe und Notfallstrukturen. Der Fall bei Garching zeigt deshalb, dass lokale Angriffe auf Energieanlagen schnell über den eigentlichen Tatort hinauswirken.
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