In Deutschland stieg 2025 die Zahl arbeitslos gemeldeter Führungskräfte deutlich, weil Unternehmen per Restrukturierung Kosten senkten und Hierarchien verschlankten. Zudem verschärften Personalabbau, schwache Konjunktur und ein engerer Arbeitsmarkt die Lage auch für Führungskräfte spürbar (handelsblatt: 13.01.26).
Führungskräfte besonders betroffen
Viele Konzerne starteten 2025 Programme zur Restrukturierung und strichen ganze Leitungsringe, sodass Aufgaben auf weniger Schultern fielen. Deshalb traf der Personalabbau auch erfahrene Führungskräfte, obwohl viele Bereiche operative Arbeit behielten.

Die Bundesagentur für Arbeit ermittelte für 2024 im Schnitt rund 43.000 arbeitslos gemeldete Manager, jedoch lag der Wert 2025 bei etwa 49.000. Gleichzeitig stieg die Zahl in dieser Gruppe schneller als in vielen anderen Segmenten des Arbeitsmarkt.
Warum Unternehmen Leitungsebenen kappten
Unternehmen reduzierten Managementstellen, weil die Konjunktur 2025 vielerorts Investitionen bremste und Budgets enger zog. Außerdem beschleunigte der Umbau der Organisation Entscheidungen, doch er machte klassische Abteilungs- und Bereichsleiterrollen häufiger entbehrlich.
Viele Betroffene wechselten nach Trennungen in die Selbstständigkeit oder nahmen Abfindungen an, sodass die Statistik nicht jeden Fall abbildet. Dennoch blieb der Personalabbau in den Meldungen der Agenturen deutlich sichtbar.
Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt nahm zu
Der Arbeitsmarkt für Führungskräfte wird härter, weil viele Kandidaten mit ähnlichen Profilen parallel nach neuen Aufgaben suchen. Gleichzeitig verlangen Unternehmen häufiger nach nachweisbaren Turnaround-Erfolgen, statt auf Titel und Zugehörigkeit zu setzen.
In vielen Firmen ersetzten standardisierte Prozesse Teile der Steuerungsarbeit, sodass Restrukturierung nicht nur Kosten senkte, sondern auch Zuständigkeiten neu schnitt. Dadurch entstand mehr Projektverantwortung, während feste Führungspositionen seltener wurden.
Welche Profile wieder Chancen hatten
Die schwache Konjunktur drückt bei vielen Unternehmen die Bereitschaft neue Leitungsstellen aufzubauen und sie verlängert Suchprozesse. Trotzdem finden einige Manager schneller Anschluss, wenn sie Transformation, Kostenprogramme und Wachstum in schwierigen Märkten nachweisen können.
Unternehmen planen auch im Jahr 2026 weitere Schritte zur Restrukturierung, weil sie Fixkosten dauerhaft reduzieren wollen und schnelle Entscheidungen bevorzugen. Gleichzeitig bleiben Stellenstreichungen in Stabs- und Zwischenebenen ein Hebel, der den Personalabbau auch in diesem Jahr weiter treibt.
Was 2026 daraus folgte
Der Arbeitsmarkt bleibt auch nach 2025 selektiv, weil Firmen weniger klassische Führungsposten ausschreiben und stärker auf Rollen mit klarer Ergebnisverantwortung setzten. Allerdings steigen die Chancen, wenn Kandidaten Branchenwechsel zulassen und ihre Kompetenzen an den neuen Bedarf koppeln.
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