Anschlag auf die Berliner S-Bahn legt zentrale Nord-Süd-Strecke tagelang lahm

Am 19. Januar 2026 legte ein durchtrenntes Kabel die S-Bahn auf der Nord-Süd-Achse in Berlin für mehrere Tage lahm. Die Deutsche Bahn bewertete die Tat als Anschlag. Die Bundespolizei nahm die Ermittlungen auf. Die resultierende Signalstörung löste weitreichende Ausfälle aus, weil zentrale Steuerungstechnik betroffen waren. Die Reparatur soll mehrere Tage dauern (ntv: 19.01.26).


S-Bahn: So lief die Störung ab

Der Schaden traf die Signaltechnik zwischen Gesundbrunnen und Nordbahnhof und dadurch brach der Regelbetrieb zusammen. Techniker lokalisierten die Stelle zügig, aber eine durchgetrenntes Kabel zur Signalsteuerung erfordert Tests und Abnahmen. Die S-Bahn fuhr deshalb nur eingeschränkt und viele Züge endeten vorzeitig.

Durchtrenntes Kabel legt große Teile der Berliner S-Bahn tagelang lahm - Bundespolizei ermittelt wegen Sabotage
Durchtrenntes Kabel legt große Teile der Berliner S-Bahn tagelang lahm – Bundespolizei ermittelt wegen Sabotage

Die Einschränkungen trafen mehrere Linien, weil die Nord-Süd-Strecke als Engpass wirkt. Betroffen waren laut Lagebildern vor allem S1, S2, S25, S26 und S85. Die S-Bahn musste die massiv Takte ausdünnen. Fahrgäste mussten auf Ringbahn, U-Bahn und Busse ausweichen und die Bahnhöfe füllten sich spürbar.

Anschlag-Verdacht und Ermittlungen

Die Deutsche Bahn sprach von einem Anschlag und geht von einer gezielten Sabotage aus. Die Bundespolizei prüfte Spuren am Tatort, und sie suchte nach Hinweisen auf Täter und Ablauf. Ein Motiv blieb zunächst unklar, aber die Ermittler behandelten den Vorgang als vorsätzlichen Eingriff.

Das durchtrennte Kabel legte sofort die Signalsteuerung lahm. Eine entsprechende Signalstörung lässt sich nicht im Handumdrehen beheben. Techniker meldeten wiederholt Prüfbedarf, weil Signale sicherheitsrelevant sind und fehlerfrei schalten müssen. Dieser Signaldefekt verlängerte die Arbeiten und die Rückkehr zum Normalbetrieb dauert mehrere Tage.


Was nach dem Kabelschnitt blieb

Die Bundespolizei nannte keine Verdächtigen und hielt Details zur Durchführung zurück. Für viele Berliner bleibt der Vorfall ein Warnsignal, weil schon eine einzelne Tat den gesamten Korridor blockiert. Gleichzeitig zeigte die Störung, wie schnell eine einfach abgeschnittenes Kabel enorme Folgekosten erzeugt.

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