Am Samstagabend brannte in Mühlacker im Enzkreis ein Container mit Elektroschrott auf dem Gelände einer Recyclingfirma im Ortsteil Enzberg. Nach ersten Erkenntnissen kam es zur Selbstentzündung eines Akkus, weshalb das gelagerte Material im Außenbereich Feuer fing. Der Brand verursachte eine dichte Rauchentwicklung bis in umliegende Bereiche, weshalb die Integrierte Leitstelle Pforzheim-Enzkreis vor Geruchsbelästigung durch Rauchgase warnte und Einsatzkräfte eine Warn-App für Anwohner in der näheren Umgebung auslösten. Die Behörden sperrten außerdem die nahegelegene vielbefahrene B10. Rund 120 Einsatzkräfte waren vor Ort. Feuerwehr und Polizei die sicherten die Lage großräumig ab. Das Firmengebäude blieb unversehrt. Die Schadenshöhe blieb bisher offen (tagesschau: 22.02.26).
Elektroschrott-Brand triggert Warn-App: Schutzmaßnahmen für Anwohner
Die Warn-App richtete sich an Anwohner und an Menschen in der Umgebung, weil Rauchgase je nach Wind rasch abdriften. Die Feuerwehr empfahl außerdem, Fenster und Türen geschlossen zu halten, damit möglichst wenig Rauch in Wohnungen gelangt. Der Hinweis diente dem unmittelbaren Selbstschutz, während die Einsatzleitung die Ausbreitung der Rauchfahne fortlaufend beobachtete. Auch umliegende Gemeinden registrierten den Rauch. Die Belastung fiel je nach Lage unterschiedlich aus.

Die Leitstelle veröffentlichte die Warnung für das Stadtgebiet. Solche Lagen verlangen klare Kommunikation, denn viele Menschen reagieren auf Rauchgeruch mit Unsicherheit. Wer draußen unterwegs war, sollte Wege verkürzen, während empfindliche Personen besonders vorsichtig sein mussten. Angaben zu Verletzten nannten die Behörden bislang nicht, außerdem blieb es bei den Schutzempfehlungen.
B10 gesperrt, weil Rauch den Verkehr unmittelbar gefährdete
Die Behörden sperrten die vielbefahrene Bundesstraße B10 für gut 2 Stunden, weil der dichte Rauch die Sicht und die Luftqualität entlang der Strecke beeinträchtigte. Dadurch entstanden Umleitungen, weshalb Nebenstrecken zeitweise mehr Verkehr aufnehmen mussten. Die Sperrung hatte deshalb direkte Folgen für Pendler und Durchgangsverkehr, zugleich brauchten die Einsatzkräfte freie Zufahrten. Rund 120 Kräfte arbeiteten koordiniert, während Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ihre Aufgaben verzahnten.
Die Feuerwehr konzentrierte sich auf den brennenden Container im Freien, damit das Feuer nicht auf weitere Bereiche übergreift. Dass das Gebäude unbeschädigt blieb, hängt auch mit dieser Priorisierung zusammen, außerdem erleichterte die Lage im Außenbereich den Zugriff. Eine verlässliche Schadenssumme liegt noch nicht vor, während Ermittler die Ursache weiter prüfen.
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