Kist/Würzburg – Die Solarfirma LuMack Pro GmbH ist zahlungsunfähig und überschuldet. Das Amtsgericht Würzburg eröffnete das Insolvenzverfahren am 1. September 2026 um 15 Uhr. Der Insolvenzantrag war jedoch bereits am 28. Mai beim Gericht eingegangen. LuMack Pro verkauft und installiert unter anderem Solaranlagen, Wärmepumpen und Klimatechnik. Außerdem gehören Elektroarbeiten, Dacharbeiten und der Vertrieb von Windkraftanlagen zum Geschäft. Besonders auffällig ist die kurze Unternehmensgeschichte: LuMack Pro kam erst im September 2025 ins Handelsregister. Auch die größte Gesellschafterin LuMack Holding befindet sich bereits im Insolvenzverfahren.

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Solarfirma startete erst im September 2025
LuMack Pro sitzt in Kist im Landkreis Würzburg und verfügt über 25.000 Euro Stammkapital. Die Gesellschaft entstand laut Registervertrag bereits im Mai 2025. Ins Handelsregister kam sie jedoch erst am 11. September desselben Jahres. Damit folgte die Insolvenz weniger als zwölf Monate nach der offiziellen Eintragung. Geschäftsführer sind Johannes Lutz, Michael Mackenrodt und Viacheslav Maliuk.
Das Geschäftsmodell deckt mehrere Bereiche der Energiewende ab. Die Solarfirma übernimmt Photovoltaik- und Dacharbeiten sowie allgemeine Elektroarbeiten. Außerdem vertreibt sie Wärmepumpen, Klimaanlagen und Windkraftanlagen. Öffentliche Jahresabschlüsse mit belastbaren Umsatz- oder Ergebniszahlen liegen für die junge Gesellschaft jedoch nicht vor. Deshalb lässt sich die wirtschaftliche Entwicklung vor dem Insolvenzantrag nicht anhand veröffentlichter Geschäftszahlen nachvollziehen.
Auch größte Gesellschafterin ist insolvent
Besonders relevant ist die Eigentümerstruktur von LuMack Pro. Die LuMack Holding GmbH hält laut Registerdaten 45 Prozent der Anteile. Damit ist sie die größte ausgewiesene Gesellschafterin. Das Amtsgericht Würzburg eröffnete jedoch bereits am 27. August 2026 auch über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren. Als Gründe nennt der Beschluss ebenfalls Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung.
Die Holding und die Solarfirma haben zudem dieselbe Geschäftsanschrift in Kist. Auch personell gibt es Überschneidungen. Johannes Lutz und Michael Mackenrodt führen die Holding und gehören zugleich zur Geschäftsführung von LuMack Pro. Die Holding hieß zuvor LuMack Solar GmbH. Seit Juli 2025 besteht ihr Unternehmenszweck vor allem im Halten und Verwalten von Beteiligungen.
Gläubiger müssen Forderungen bis Mitte Oktober anmelden
Zum Insolvenzverwalter von LuMack Pro bestimmte das Gericht Rechtsanwalt Matthias Reinel aus Würzburg. Gläubiger müssen ihre Forderungen bis zum 14. Oktober 2026 anmelden. Außerdem führt das Gericht das Verfahren zunächst schriftlich durch. Forderungen können die Beteiligten bis zum 16. November bestreiten. Schuldner des Unternehmens sollen offene Beträge nicht mehr an LuMack Pro zahlen, sondern an den Insolvenzverwalter.
Noch offen ist dagegen, wie es mit dem operativen Geschäft weitergeht. Der Gerichtsbeschluss nennt sowohl eine mögliche Fortführung als auch eine Stilllegung als denkbare Entscheidungen im weiteren Verfahren. Veröffentlicht wurde bisher jedoch keine Entscheidung über Verkauf, Sanierung oder endgültige Betriebseinstellung. Ebenso fehlen belastbare Angaben zur Mitarbeiterzahl und zu möglichen offenen Kundenaufträgen. Deshalb lässt sich derzeit nicht bestimmen, wie viele Beschäftigte, Kunden oder Lieferanten unmittelbar betroffen sind.
Verfasser: Blackout News
Verwendete Quellen: Versteigerungskalender (15.09.26)
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