Der deutsche Maschinenbau steuert auf das vierte Produktionsminus in Folge zu. Der VDMA senkte deshalb seine Prognose für 2026 von Stagnation auf real minus zwei Prozent. Von Januar bis Juli lag die Produktion 4,1 Prozent unter dem Vorjahreswert, während viele technische Kapazitäten ungenutzt blieben. Zugleich bleibt der deutsche Markt schwach, obwohl die Auslandsaufträge zulegen. Betroffen ist eine Schlüsselindustrie mit mehr als 1,2 Millionen Beschäftigten in Deutschland. Für 2027 erwartet der Verband jedoch wieder drei Prozent Wachstum.

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Maschinenbau beendet auch 2026 die Talfahrt nicht
Der Verband hatte seine Prognose bereits im Juni von plus einem Prozent auf Stagnation gesenkt. Nun reicht selbst diese Erwartung nicht mehr, denn die schwache erste Jahreshälfte belastet die Jahresbilanz. Damit dürfte die Branche 2026 zum vierten Mal nacheinander weniger produzieren.
Die Nachfrage zeigt jedoch ein besseres Bild als die laufende Fertigung. Preisbereinigt stiegen die Auftragseingänge von Januar bis Juli um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders kräftig legten Bestellungen aus Nicht-Euro-Ländern mit 14 Prozent zu, während der deutsche Binnenmarkt deutlich schwächer blieb.
Aufträge steigen – deutsche Nachfrage bleibt schwach
Die jüngsten Monatsdaten bleiben allerdings widersprüchlich. Im Juli stiegen die Aufträge im gesamten Verarbeitenden Gewerbe um 2,5 Prozent zum Vormonat. Ohne Großaufträge sanken sie jedoch um 1,4 Prozent, während der Maschinenbau einen Rückgang von 8,4 Prozent meldete.
Auch der hohe Auftragsbestand der Industrie signalisiert deshalb keine flächendeckende Erholung. Im Juli stieg er zwar um 1,5 Prozent und erreichte einen neuen Höchststand. Der Rekord stammt jedoch überwiegend aus dem sonstigen Fahrzeugbau, während der Auftragsbestand im Maschinenbau nur um 0,8 Prozent zunahm.
VDMA erwartet die Wende erst 2027
Für 2027 erwartet der VDMA dennoch erstmals wieder Wachstum. Der Verband rechnet mit einem realen Produktionsplus von drei Prozent, weil die Bestellungen bereits anziehen. Allerdings bleiben geopolitische Konflikte, die US-Zollpolitik und das schwache Chinageschäft wichtige Belastungsfaktoren.
Der Maschinenbau bleibt außerdem einer der wichtigsten industriellen Arbeitgeber Deutschlands. Mehr als 1,2 Millionen Menschen arbeiten nach VDMA-Angaben in der Branche. Deshalb hängt eine stabile Erholung davon ab, ob bessere Aufträge tatsächlich in mehr Produktion und höhere Kapazitätsauslastung münden.
Verfasser: Blackout News
Verwendete Quellen: Handelsblatt (17.09.26) – Reuters (17.09.26)
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