Depot stellt nach Insolvenz Geschäftsbetrieb ein – 730 Beschäftigte verlieren ihren Job

Großostheim – Depot steht vor dem Ende des bisherigen Geschäftsbetriebs in Deutschland. Die GDC Deutschland GmbH stellt ihre Tätigkeit zum 30. September 2026 vollständig ein. Deshalb kündigt das Unternehmen sämtliche verbliebenen Arbeits- und Mietverträge. Rund 730 Beschäftigte verlieren zum Monatsende ihren Arbeitsplatz. Bereits Ende Juli hatte Depot rund 350 weiteren Mitarbeitern gekündigt. Grund ist Masseunzulänglichkeit, weil das vorhandene Vermögen nicht mehr für alle Verpflichtungen reicht. Die Marke soll jedoch über eine andere Gesellschaft weitergeführt werden.


Depot beendet bisherigen Geschäftsbetrieb

Im Mai hatte GDC Deutschland erneut ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Damals liefen noch 155 Filialen und der Onlineshop weiter. Außerdem sicherte eine Insolvenzgeldvorfinanzierung zunächst die Gehälter von rund 1.200 Beschäftigten. Geschäftsführer Christian Gries nannte steigende Importkosten, asiatische Online-Konkurrenz und die schwache Konsumnachfrage als Belastungen.

Depot beendet nach Insolvenz den Geschäftsbetrieb. 730 Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz, die Marke soll weitergeführt werden
Depot beendet nach Insolvenz den Geschäftsbetrieb. 730 Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz, die Marke soll weitergeführt werden
Bild: Shutterstock

Die Sanierung verkleinerte das Unternehmen jedoch innerhalb weniger Wochen drastisch. Ende Juni kündigte Depot die Schließung von 66 der damals etwa 150 Filialen an. Bis Anfang August kamen rund 30 weitere Standorte hinzu. Damit blieben zuletzt nur noch ungefähr 50 Filialen übrig.

Marke soll trotz Abwicklung erhalten bleiben

Das Ende der GDC Deutschland bedeutet jedoch nicht zwangsläufig das vollständige Verschwinden der Marke. Christian Gries will Depot über eine andere Gesellschaft fortführen. Außerdem sollen ausgewählte Standorte mit einer deutlich kleineren Belegschaft erhalten bleiben. Dafür sind allerdings neue Verträge mit den jeweiligen Vermietern notwendig.

Wie viele Geschäfte tatsächlich weiterlaufen, steht deshalb bis jetzt nicht fest. Gries verhandelt außerdem über kleinere Verkaufsflächen innerhalb anderer Einzelhandelsmärkte. Dazu gehören bisherige Shop-in-Shop-Lösungen bei Rewe und Edeka. Eine umfassende Fortführung dieser Flächen ist bislang jedoch nicht bestätigt.


Zweite Insolvenz innerhalb von gut zwei Jahren

Für Depot ist es bereits die zweite schwere Sanierungsphase innerhalb kurzer Zeit. Schon im Juli 2024 beantragte das Unternehmen Insolvenz in Eigenverwaltung. Danach folgten zahlreiche Filialschließungen und ein erheblicher Stellenabbau. Das früher deutlich größere Verkaufsnetz schrumpfte dadurch Schritt für Schritt.

Für die verbliebenen 730 Beschäftigten ist die Konsequenz nun dagegen eindeutig. Ihre Arbeitsverhältnisse enden zum 30. September. Gleichzeitig beendet GDC Deutschland ihre bisherigen Mietverträge. Die Marke kann anschließend weiter bestehen, die bisherige Betreiberstruktur jedoch nicht.

Verfasser: Blackout News
Verwendete Quellen: Handelsblatt (27.08.26)Die Zeit (27.08.26)Fokus (27.08.26)

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