Im sächsischen Teil des Industrieparks Schwarze Pumpe hat Altech am 30. Juli 2026 sein Cerenergy-Projekt beendet. Die Batteriefabrik Schwarze Pumpe scheiterte, weil das Unternehmen trotz neunmonatiger Gespräche keinen strategischen Partner fand. Eine an Bedingungen geknüpfte Förderung des Bundes von bis zu 46,7 Millionen Euro reichte deshalb nicht für den Finanzierungsabschluss. Altech löst nun die Projektgesellschaft auf, verkauft das Grundstück zurück und streicht Pläne für bis zu 1.000 Arbeitsplätze.
Batteriefabrik Schwarze Pumpe scheitert an fehlendem Kapital
Altech suchte nach eigenen Angaben mehr als neun Monate nach einem finanzstarken Partner. Besonders weit gingen Gespräche mit einem europäischen Industriekonzern. Sie endeten jedoch ohne Vertrag und ohne verbindliche Investition. Der Vorstand sah deshalb kaum noch Chancen auf Bau und Inbetriebnahme.

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Erst am 2. Juli hatte Altech eine verlängerte Frist für die Förderung gemeldet. Der Finanzierungsabschluss sollte nun bis zum 30. September 2026 gelingen. Dennoch blieb die Förderung an Auflagen gebunden und deckte rund 30 Prozent der erwarteten Baukosten. Für das erste Werk kalkulierte Altech außerdem etwa 156 Millionen Euro.
Genehmigung und Prototyp konnten das Werk nicht retten
Das Vorhaben befand sich technisch bereits weit über der Konzeptphase. Behörden hatten die Umwelt- und Baugenehmigung für eine Produktionsanlage mit 120 Megawattstunden Jahreskapazität erteilt. Außerdem testeten Altech und Fraunhofer 2024 einen Speicherprototyp mit 60 Kilowattstunden. Für die erste Ausbaustufe plante das Unternehmen 160 direkte Arbeitsplätze.
Die Keramikbatterie nutzt Kochsalz, Nickel und einen festen Elektrolyten. Deshalb benötigt sie weder Lithium noch Kobalt oder Graphit. Für die Batteriefabrik Schwarze Pumpe plante Altech stationäre Speicher für Stromnetze, Solarparks und Windkraftanlagen. Nach Unternehmensangaben sollten die Batterien außerdem mehr als 15 Jahre halten und nicht brennbar sein.
Projektgesellschaft endet, Fraunhofer behält Patente
Altech kontrolliert über eine Tochter 75 Prozent der gemeinsamen Projektgesellschaft. Die Fraunhofer-Gesellschaft hält dagegen 25 Prozent. Beide Eigentümer wollen die Gesellschaft nun auflösen und verbliebene Vermögenswerte verwerten. Altech erwartet außerdem rund 675.000 Euro aus dem Rückverkauf des Grundstücks an Spreetal.
Die Patente an Cerenergy bleiben jedoch bei Fraunhofer. Institutsleiter Alexander Michaelis sieht deshalb kein technisches Scheitern und will die Entwicklung fortsetzen. Für die Batteriefabrik Schwarze Pumpe endet der Industrialisierungsversuch dennoch vor dem Baustart. Der Lausitz fehlen damit ein geplantes Zukunftswerk und bis zu 1.000 erhoffte Stellen.
Verfasser: Blackout News
Verwendete Quellen: CleanThinking (05.08.26) – Ad Hoc News (04.08.26) – Altech Batteries Limited (31.07.26)
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