Autokrise spitzt sich zu: BMW und Porsche planen Abbau von rund 13.000 Stellen

München und Stuttgart melden Ende Juli 2026 einen neuen Einschnitt in der deutschen Automobilindustrie. Die Autokrise verschärft sich, weil BMW und Porsche zusammen rund 13.000 weitere Stellen abbauen wollen. Bei BMW könnte die weltweite Belegschaft um etwa 8.000 sinken, während Porsche zusätzlich 5.000 Stellen bis 2035 streicht. Schwache China-Geschäfte, chinesische Konkurrenz, hohe Transformationskosten und Zölle treiben die Sparprogramme. Betroffen sind bei BMW vor allem Verwaltung und Entwicklung, während Porsche Zuffenhausen und Weissach verkleinert.


Stellenabbau erfasst nun auch BMW

BMW will mehrere Tausend Stellen in Deutschland bis Ende 2027 abbauen. Konzern und Betriebsrat vereinbarten deshalb ein freiwilliges Abfindungsprogramm. Außerdem soll die natürliche Fluktuation die Belegschaft verkleinern. Die direkte Produktion nimmt BMW zunächst von den Maßnahmen aus.

Der Stellenabbau bei BMW und Porsche trifft rund 13.000 Jobs. Die Autokrise verschärft sich durch China-Schwäche und hohe Kosten
Der Stellenabbau bei BMW und Porsche trifft rund 13.000 Jobs. Die Autokrise verschärft sich durch China-Schwäche und hohe Kosten
Bild: KI-generiert

Unternehmenskreise rechnen weltweit mit rund 8.000 Stellen weniger. Offiziell nennt BMW jedoch keine abschließende Gesamtzahl für Deutschland. Der Konzern beschäftigt etwa 150.000 Menschen und galt bisher als stabiler als mehrere Wettbewerber. Nun erreicht die Autokrise auch den Münchner Premiumhersteller mit deutlichen Folgen für die Belegschaft.

China-Schwäche zwingt die Hersteller zum Sparen

BMW hatte seine Gewinnprognose bereits im Juni gesenkt. Besonders das Geschäft in China entwickelte sich schwächer als erwartet. Gleichzeitig verschärfen lokale Hersteller dort den Preis- und Innovationswettbewerb. Der Stellenabbau soll deshalb Kosten senken und die Profitabilität schneller verbessern.

Porsche beschloss den Abbau von weiteren 5.000 Stellen bis Ende 2035. Zusammen mit früheren Programmen fallen dort insgesamt rund 9.000 Arbeitsplätze weg. Der Sportwagenbauer nutzt dafür Fluktuation, Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge. Betriebsbedingte Kündigungen schließt Porsche jedoch für Zuffenhausen und Weissach bis 2035 aus.


Porsche verlangt Zugeständnisse von der Belegschaft

Die Standortgarantie hat allerdings einen hohen Preis für die verbleibenden Mitarbeiter. Porsche behält Teile der Tariferhöhungen ein und senkt das maximale Weihnachtsgeld. Außerdem begrenzt das Unternehmen mobiles Arbeiten künftig auf acht Tage monatlich. Das gesamte Sparpaket flankiert Investitionen von 2,1 Milliarden Euro in Zuffenhausen und Weissach.

Porsche lieferte im ersten Halbjahr 2026 weltweit 122.306 Fahrzeuge aus. Der Absatz sank um 16 Prozent, während die Auslieferungen in China um 32 Prozent einbrachen. Die Autokrise trifft damit zwei Hersteller, die lange als besonders ertragsstark galten. Für Deutschlands Industriestandorte bedeutet der parallele Abbau weniger sichere Arbeitsplätze und sinkende Planungssicherheit.

Verfasser: Blackout News
Verwendete Quellen: Reuters (29.07.26)Porsche Newsroom (29.07.26)Welt (29.07.26)Reuters (27.07.26)

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