Ein Marder hat am Montagabend, 7. September 2026, einen großflächigen Stromausfall in Pfullendorf verursacht. Kurz vor 22 Uhr kletterte das Tier im Umspannwerk Hesselbühl auf eine elektrische Anlage. Dabei überbrückte es nach Angaben der Stadtwerke zwei Phasen und löste einen Kurzschluss aus. Ein lauter Knall und ein Lichtbogen begleiteten den Defekt. Danach fiel nach regionalen Angaben im gesamten Stadtgebiet der Strom aus. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Netzbetreiber rückten deshalb zum Umspannwerk aus. Hinweise auf Sabotage fanden die Einsatzkräfte jedoch nicht. Gegen 22.30 Uhr stellte der Netzbetreiber die Versorgung wieder her.
Stromausfall nach Kontakt mit 110.000 Volt
Die Einsatzkräfte fanden den verendeten Marder im Bereich des betroffenen Transformators. Das Tier hatte sich zuvor Zugang zur elektrischen Anlage verschafft. Dabei kam es nach Angaben der Stadtwerke mit einer Spannung von 110.000 Volt in Kontakt. Der Kurzschluss führte anschließend zur Abschaltung der Versorgung.

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Der Transformator selbst nahm nach Angaben des Südkuriers jedoch keinen Schaden. Deshalb konnte die Stromversorgung vergleichsweise schnell wieder anlaufen. Nach rund 30 Minuten hatten die betroffenen Haushalte wieder Elektrizität. Der Stromausfall blieb damit zeitlich begrenzt, obwohl praktisch die gesamte Stadt betroffen war.
Knall am Umspannwerk alarmiert zahlreiche Einsatzkräfte
Der weithin hörbare Knall ließ zunächst einen größeren technischen Defekt möglich erscheinen. Deshalb alarmierten die Leitstellen neben Feuerwehr und Polizei auch das DRK Pfullendorf. Ein Rettungswagen aus Wilhelmsdorf kam ebenfalls zum Einsatz. Außerdem rückten Mitarbeiter der Stadtwerke und der Regionalnetze Linzgau an.
Die Einsatzkräfte mussten zugleich eine weitere Meldung überprüfen. Während der Netzstörung löste die Gefahrenmeldeanlage einer Schule Alarm aus. Die Feuerwehr kontrollierte deshalb das Gebäude mit einem Löschfahrzeug. Dort bestand jedoch keine Gefahr, denn die Unterbrechung der Stromversorgung hatte den Fehlalarm verursacht.
Einzelner Kurzschluss reicht für weitreichende Folgen
Der Vorfall zeigt die unmittelbaren Folgen einer Störung an zentraler Netzinfrastruktur. Ein einzelnes Tier genügte hier, um zahlreiche Haushalte gleichzeitig von der Versorgung zu trennen. Der Stromausfall führte außerdem innerhalb weniger Minuten zu einem Einsatz mehrerer Hilfsorganisationen. Dauerhafte Schäden am Transformator blieben jedoch aus.
Für das DRK war der Einsatz zugleich ein praktischer Test bestehender Alarmpläne. Nach Angaben des Ortsvereins standen die vorgesehenen Kräfte zur Verfügung. Außerdem funktionierte die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei und Netzbetreibern unmittelbar. Damit endete der Vorfall ohne Verletzte und ohne längere Einschränkungen für die Bevölkerung.
Verfasser: Blackout News
Verwendete Quellen: Polizeipräsirium Ravensburg (08.09.26) – Südkurier (08.09.26)
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