Meta setzt auf Atomstrom: Milliardeninvestitionen für KI und Rechenzentren

Meta baut seine Energieversorgung neu auf, weil KI-Infrastruktur und Rechenzentren immer mehr Strom benötigen. Deshalb schließt Meta langfristige Verträge über Atomstrom, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und CO₂-Emissionen zu begrenzen. Zugleich reagiert Meta auf den wachsenden Druck, Rechenleistung planbar auszubauen. Dazu gilt Atomenergie als stabile Grundlast (capacityglobal: 09.01.26).


Meta und Atomstrom: 20-Jahres-Verträge mit bestehenden Reaktoren

Im Zentrum stehen 20-jährige Abnahmeverträge, denn Meta kauft Strom aus drei bestehenden Anlagen von Vistra. Dazu zählen die Reaktoren Perry und Davis-Besse in Ohio sowie Beaver Valley in Pennsylvania. Damit bindet der Technologiekonzern verfügbare Kapazitäten, statt ausschließlich auf Neubauten zu setzen.

Meta sichert sich langfristige Verträge über bis zu 6,6 Gigawatt Atomstrom für KI-Infrastruktur und Rechenzentren, CO₂-arm und planbar
Meta sichert sich langfristige Verträge über bis zu 6,6 Gigawatt Atomstrom für KI-Infrastruktur und Rechenzentren, CO₂-arm und planbar

Außerdem sichern die Abkommen den laufenden Betrieb ab, weil sie geplante Leistungssteigerungen und längere Laufzeiten wirtschaftlich stützen. Dadurch bleiben Anlagen am Netz, während Meta seine Versorgungssicherheit für digitale Plattformen und datenintensive Anwendungen stabilisiert.

Bis zu 6,6 Gigawatt bis 2035: Grundlast für KI-Infrastruktur und Rechenzentren

In Summe könnten die Verträge bis 2035 bis zu rund 6,6 Gigawatt liefern. Diese Größenordnung entspricht der Leistung mehrerer großer Reaktoren, sodass der Bedarf großer Rechenzentren realistisch gedeckt werden kann. Gleichzeitig entsteht eine CO₂-arme Basis, weil Kernkraft im Betrieb kaum direkte Emissionen verursacht.

Für die KI-Infrastruktur ist das entscheidend, denn Training und Betrieb großer Modelle laufen rund um die Uhr. Daher zählt Grundlast, während flexible Ergänzungen nur einen Teil des Problems lösen. Auch für die Datenzentren bedeutet das mehr Planungssicherheit, weil Strom nicht nur verfügbar, sondern über Jahrzehnte kalkulierbar bleibt.

Neue Atomenergie: TerraPower und Oklo als Ausbaupfad

Meta ergänzt die Lieferverträge mit Partnerschaften für neue Atomenergie-Technologien. Eine Zusammenarbeit mit TerraPower, das von Bill Gates unterstützt wird, soll die Entwicklung von bis zu acht Natrium-Reaktoren voranbringen. Bis Anfang der 2030er Jahre könnten daraus rund 2,8 Gigawatt CO₂-freie Kapazität entstehen, während integrierte Speicher Lastspitzen abfedern.

Daneben arbeitet das Unternehmen mit Oklo, weil dort Projekte in Ohio schon ab 2030 bis zu 1,2 Gigawatt ermöglichen sollen. Das bleibt ein ambitionierter Zeitplan, jedoch zeigt die Kooperation, wie ernst der Konzern den Ausbau seiner Strombasis nimmt. Die Strategie passt zu einem breiteren Trend, denn große Cloud- und Plattformanbieter sichern Energie zunehmend über direkte Langfristverträge.


Anschluss an frühere Deals und klare Priorität für Versorgungssicherheit

Meta knüpft damit an eine frühere Vereinbarung mit Constellation Energy an, die Atomstrom aus dem Clinton Clean Energy Center in Illinois liefert. So entsteht ein Portfolio, das bestehende Reaktoren und neue Projekte kombiniert. Gleichzeitig stärkt es die Versorgungssicherheit, weil Ausfallrisiken über mehrere Standorte verteilt werden.

Für die Rechenzentren bedeutet das weniger Abhängigkeit von kurzfristigen Strommärkten, während die KI-Infrastruktur weiter wachsen kann. Damit verschiebt sich der Fokus von reiner Kostenoptimierung hin zu langfristiger Stabilität, weil Energie zum Engpassfaktor für digitale Expansion wird.

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