Großbrand in Emsdetten: Recyclingbetrieb für Batterien und Elektrogeräte geht in Flammen auf

In Emsdetten ist am 31. August 2026, ein Großbrand in einem Recyclingbetrieb für Batterien und Elektrogeräte ausgebrochen. Gegen 22.11 Uhr löste zunächst die Brandmeldeanlage an der Gutenbergstraße aus. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand die rund 20 mal 25 Meter große Halle jedoch bereits innen in Vollbrand. Die Flammen hatten außerdem auf das Dach übergegriffen. Am Standort werden unter anderem Batterien, Elektroaltgeräte und Kühlgeräte behandelt und verwertet. Deshalb musste die Feuerwehr bei ihrem Einsatz auch die möglichen Gefahren durch die dort verarbeiteten Materialien berücksichtigen. Insgesamt rückten 65 Feuerwehrleute mit 15 Fahrzeugen an. Niemand wurde verletzt. Ursache und Schadenshöhe waren am Dienstag zunächst noch unbekannt.


Feuerwehr bekämpft Feuer im Recyclingbetrieb von mehreren Seiten

Zunächst alarmierte die Leitstelle einen Löschzug wegen der ausgelösten Brandmeldeanlage. Noch während der Anfahrt verdichteten sich jedoch die Hinweise auf einen größeren Gebäudebrand. Die Feuerwehr erhöhte deshalb die Alarmstufe und forderte weitere Kräfte an. Schließlich waren zwei Löschzüge sowie zusätzliche Einsatzkräfte vor Ort.

Großbrand bei einem Emsdettener Betrieb, der Batterien und Elektrogeräte recycelt. 65 Feuerwehrleute im Einsatz, Ursache noch unklar
Großbrand bei einem Emsdettener Betrieb, der Batterien und Elektrogeräte recycelt. 65 Feuerwehrleute im Einsatz, Ursache noch unklar
Symbolbild: KI-generiert

Vier Trupps drangen unter Atemschutz in die brennende Halle vor. Außerdem griff die Feuerwehr die Flammen von außen und über eine Drehleiter an. Wegen großer Hitze und dichter Rauchentwicklung öffneten die Einsatzkräfte mehrere Rolltore gewaltsam. Dadurch konnte Rauch schneller aus dem Gebäude entweichen. Nach rund zwei Stunden waren die wesentlichen Löscharbeiten beendet.

Großbrand trifft Recyclingbetrieb für Batterie- und Elektrogeräterecycling

Der Großbrand betrifft einen Standort, der auf die Verwertung von Elektrogeräten und weiteren Abfällen spezialisiert ist. Zur Unternehmensgruppe am Standort gehört unter anderem Enviprotect Kühl- und Elektrogeräterecycling. Dort werden Elektro- und Kühlgeräte behandelt und verwertbare Materialien zurückgewonnen. Außerdem gehören auch Batterien zu den am Standort bearbeiteten Stoffströmen.

Welche Materialien in der jetzt betroffenen Halle tatsächlich brannten, ist jedoch noch nicht abschließend geklärt. Ebenso gibt es bisher keinen Beleg dafür, dass eine Batterie oder ein Akku das Feuer ausgelöst hat. Diese Unterscheidung ist entscheidend, denn Lithium-Ionen-Akkus können in Recyclinganlagen erhebliche Brandprobleme verursachen. Die konkrete Ursache des Feuers in Emsdetten muss jedoch erst die Kriminalpolizei feststellen.


Standort war bereits mehrfach von Bränden betroffen

Der Großbrand vom 31. August ist nicht das erste größere Feuer an einem Recyclingstandort an der Gutenbergstraße. Bereits 2019 kam es dort zu einem schweren Brand. Danach überarbeiteten Unternehmen und Behörden das Brandschutzkonzept. Unter anderem entstanden zusätzliche Löschwasservorräte und kleinere Brandabschnitte. Außerdem wurden Bereiche mit Elektronikschrott stärker überwacht.

Im August 2025 brannten erneut gelagerte Stoffreste auf einem Firmengelände an der Gutenbergstraße. Das Feuer griff damals auf einen Container mit Elektroschrott über. Auch damals wurde niemand verletzt. Der aktuelle Brand erhält durch diese Vorgeschichte zusätzliche Bedeutung. Dennoch lässt sich aus früheren Ereignissen keine Ursache für das jetzige Feuer ableiten.

Infrarotkameras sollen gefährliche Temperaturanstiege erkennen

Nach früheren Bränden installierte das Unternehmen auch Infrarotkameras in besonders sensiblen Bereichen. Sie sollen ungewöhnliche Temperaturanstiege frühzeitig erkennen. Außerdem wurden laut Stadt Emsdetten größere Mengen Löschwasser vorgehalten und Auffangmöglichkeiten für belastetes Löschwasser geschaffen. Diese Maßnahmen sollten das Risiko einer schnellen Brandausbreitung begrenzen.

Ob und welche dieser Einrichtungen beim aktuellen Brand eine Rolle spielten, ist bislang nicht bekannt. Die Feuerwehr konnte das Feuer jedoch vergleichsweise schnell unter Kontrolle bringen. Anschließend übergab sie den Brandort für weitere Ermittlungen an die Polizei. Nun sollen Brandherd, Ursache und Schadenshöhe geklärt werden.

Verfasser: Blackout News
Verwendete Quellen: ANC Newswire (01.09.26)AllesDetten (01.09.26)

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