Ernüchternde Jahresbilanz 2025 – Kanzler Merz verliert Rückhalt, Autorität und Richtung

Kanzler Merz startet 2025 mit großen Ansagen, doch die CDU wirkt schnell zerstritten, die Umfragen rutschen ab und die SPD dominiert die politischen Entscheidungen. Die versprochenen Reformen bleiben aus und Migration dominiert die Debatten. Merz versprach Entlastung die nicht kommen und so ziemlich jedes Wahlversprechen wurde gebrochen. Nach nur 10 Monaten im Amt gilt Kanzler Merz al der politische Verlierer des Jahres.


Kanzler ohne Rückhalt in der CDU

In Berlin berichten Parteistrategen von wachsender Ungeduld, weil der Kanzler intern kaum noch Mehrheiten organisiert. Selbst loyale Abgeordnete sprechen von einem Fehlstart, und ein Satz fällt immer wieder: „Dieser Mann ist die größte Enttäuschung“. Die Union spürt dabei, dass enttäuschte Stammwähler schneller abwandern, wenn Führung schwankt.

Kanzler Merz verliert Rückhalt in der eigenen Partei -, Umfragen im Keller, Reformen ohne Wirkung und Streit um Migration 2025
Kanzler Merz verliert Rückhalt in der eigenen Partei -, Umfragen im Keller, Reformen ohne Wirkung und Streit um Migration 2025
Photo by INA FASSBENDER / AFP

Die Umfragen zeigen das Muster, aber sie erklären nicht alles. Entscheidend ist die Stimmung in den Gremien, denn dort zählt Disziplin und nicht nur Applaus. Erhebungen zur Kanzlerfrage setzten Merz zuletzt unter zusätzlichen Zugzwang, weil Konkurrenten an ihm vorbeiziehen.

Reformen auf dem Papier, Kosten im Alltag

Merz kündigte einen „Herbst der Reformen“ an, doch im politischen Betrieb folgten vertagte Gesetze und kleinteilige Kompromisse. Der Kanzler lässt damit eine Lücke entstehen, weil Bürger und Betriebe messbare Schritte erwarten. Reformen sollten vor allem Wachstum auslösen, aber die Modernisierung bleibt fragmentiert. und der wirtschaftliche Abschwung setzt sich fort.

Ökonomen verweisen zudem auf das als „Sondervermögen“ deklarierte Schuldenpaket, denn es soll Innovation fördern und nicht Routineausgaben stützen. Das ifo-Institut sprach im Oktober 2025 von einer „dramatischen wirtschaftlichen Lage“, und es warnte vor „italienischen Verhältnissen“. In der CDU wächst dadurch der Unmut, weil eine klare Prioritätenliste fehlt und jede Woche neue Reibung erzeugt.

Migration und Sozialstaat: Erwartungen treffen Realität

Bei Migration setzte Merz im Wahlkampf auf Härte, doch im Regierungshandeln dominiert Verwaltung statt Kurswechsel. Grenzkontrollen verhindern zwar mehr unerlaubte Einreisen, aber der Familiennachzug treibt die Zahlen weiter, und die Zuwanderung bleibt hoch. Kritiker nennen das widersprüchlich, weil der Kanzler gleichzeitig Abschiebungen ankündigte und zugleich Sonderprogramme fortführt.

Auch beim Sozialstaat entsteht ein Glaubwürdigkeitsproblem, denn aus „Bürgergeld“ wurde „Grundsicherung“, während viele Regeln bleiben. In der CDU gilt das als Etikettenwechsel, und Umfragen reagieren empfindlich auf solche Signale. Migration bleibt damit ein Dauerreizthema, und jede Verzögerung stärkt die Konkurrenz.


Rebellion im Parlament und Zweifel an der Führung

Der Kanzler geriet bereits im Sommer 2025 in eine offene Machtprobe, als die Besetzung von Richterposten scheiterte. Die Fraktion stoppte das Verfahren rechtzeitig, weil sie eine Niederlage im Plenum fürchtete und damit stand Merz bloß. Solche Konflikte wirken nach, denn sie zeigen, wer im Zweifel entscheidet.

Ende November folgte der Streit um ein Rentengesetz, und wieder fehlte vorherige Abstimmung in der eigenen Reihe. Merz erreichte am Ende nur knapp die „Kanzlermehrheit“, weil mehrere Abgeordnete mit Nein drohten. In der CDU gilt seitdem als Lehre: Wer Reformen verhandelt, muss zuerst das eigene Team führen, und erst danach den Koalitionspartner.

Adenauer-Stiftung und Blick auf die Wahlkämpfe

Kurz vor der Weihnachtspause verlor Merz auch bei der Konrad-Adenauer-Stiftung, denn sein Kandidat setzte sich nicht durch. Gewählt wurde Annegret Kramp-Karrenbauer, und viele Funktionäre deuten das als gezielten Denkzettel an den Kanzler. Gleichzeitig schweigen einflussreiche Landespolitiker auffällig, obwohl sie normalerweise Stabilität betonen.

Für die CDU wird das riskant, weil 2026 in mehreren Ländern Wahlkämpfe anstehen und lokale Verbände Erfolge brauchen. Umfragen in den Regionen reagieren schnell, und brüchige Zusagen aus Berlin kosten Vertrauen. Am Ende droht ein Dominoeffekt: Der Kanzler schwächt die Bundespartei, und die Bundespartei belastet die Arbeit vor Ort.

Am Ende steht ein bitterer Vergleich, denn viele würden den Verbrennermotor „wieder vollständig ins Geschäft zurückbringen“, wenn sie es könnten, und das sagt viel über Sehnsucht nach Verlässlichkeit. Für Merz hingegen gilt in Teilen der CDU bereits das Gegenteil, weil man ihn aktuell kaum noch als sichere Zukunftsoption sieht. (KOB)

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