Aldi Süd will am Stammsitz in Mülheim an der Ruhr bis Ende 2027 rund 1.250 Stellen abbauen, wobei vor allem die IT- und Digitalsparte Aldi DX sowie zentrale Verwaltungsbereiche betroffen sind. Der Auslöser ist ein Konzernumbau nach starkem Personalaufbau in digitalen Strukturen. Zugleich reagiert der Discounter auf hohe Kosten und veränderte Anforderungen im internationalen Geschäft. Für viele Beschäftigte entstehen deshalb Unsicherheit, Standortfolgen und mögliche Einschränkungen in zentralen Konzernfunktionen (handelsblatt: 27.04.26).
Aldi baut Digitalsparte und Verwaltung am Stammsitz Mülheim um
Der größte Einschnitt betrifft Aldi DX. Diese Einheit bündelt internationale IT, Datenprojekte und digitale Prozesse. In den vergangenen Jahren wuchs der Bereich stark, jedoch korrigiert der Konzern nun diese Entwicklung.

Zugleich überprüft die Führung weitere zentrale Aufgaben. Dazu zählen internationale Services, Einkauf und Verwaltung. Deshalb geht es nicht nur um einzelne Abteilungen, sondern um eine breitere Neuordnung.
Freiwilligenprogramm soll Kündigungen begrenzen
Der Stellenabbau soll schrittweise bis Ende 2027 laufen. Dafür plant der Konzern ein Freiwilligenprogramm. Es soll Beschäftigten einen geregelten Ausstieg ermöglichen, jedoch bleibt der Einschnitt groß.
Aldi Süd will damit Strukturen verschlanken und Kosten senken. Zugleich soll das operative Geschäft stabil bleiben. Für den Standort Mülheim bedeutet der Plan jedoch einen deutlichen Verlust an Arbeitsplätzen.
Hohe Kosten erzwingen strengeren Sparkurs
Der Umbau zeigt den wachsenden Kostendruck im Handel. Digitalisierung, internationale Steuerung und Verwaltung haben zusätzliche Ressourcen gebunden. Deshalb setzt der Discounter nun stärker auf Effizienz.
Auch der Wettbewerb verschärft die Lage. Preise, Logistik und Energiekosten belasten die Branche. Während Kunden niedrige Preise erwarten, sucht der Konzern nach dauerhaft schlankeren Abläufen.
Mülheim verliert zentrale Arbeitsplätze
Für Mülheim an der Ruhr hat die Entscheidung erhebliches Gewicht. Der Standort zählt zu den wichtigsten Schaltstellen des Unternehmens. Deshalb trifft der Abbau nicht nur einzelne Teams, sondern die Konzernzentrale.
Der geplante Stellenabbau markiert einen der größten Einschnitte der jüngeren Unternehmensgeschichte. Zugleich zeigt er, wie stark selbst große Discounter ihre Strukturen prüfen. Für die Beschäftigten beginnt damit eine lange Phase der Unsicherheit.
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